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Handball: SC Magdeburg verpasste EM-TitelKatalanen waren am Ende im GlückMagdeburg - Tränen und Trauer beim SC Magdeburg, Jubel und Trubel beim FC Barcelona: Mit seinem in der Schlusssekunde vergebenen Siebenmeter war Joel Abati die tragische Figur am Ende eines packenden Finales um die Europameisterschaft der Vereins- Mannschaften. "Es gibt keine Kritik an Joel. Da kann jeder verwerfen", sprach Kapitän Henning Fritz dem Unglückraben Trost zu.
Bei der unglücklichen 25:26-Niederlage war der Bundesligist bei der vierten Auflage des Turniers der vier Europapokalsieger so nah wie noch nie am Titel. Am Ende gewann Barcelona zum vierten Mal in Folge. "Der FC Barcelona ist eine Klasse für sich", konstatierte Magdeburgs sichtlich mitgenommener Trainer Alfred Gislason. "Enttäuschung sitzt tief"60 Minuten lang hatte der EHF-Pokalsieger teilweise kräftig am Thron der Spanier gerüttelt. Einen 17:21-Rückstand (41.) hatten die Magdeburger in eine 24:23-Führung (52.) umgekehrt und standen am Ende doch mit fast leeren Händen da. "Natürlich sitzt die Enttäuschung tief", bekannte Gislason, "wir hätten es im Siebenmeterwerfen schaffen können. Aber wenn man es realistisch sieht, ist Siebenmeterwerfen nicht unsere Stärke." Immerhin blieben den Magdeburgern 25 000 Mark Preisgeld und 20 000 Mark Antrittsprämie sowie die Genugtuung, dem vierfachen Champions-League-Sieger erstmals im EM-Endspiel ein ebenbürtiger Kontrahent gewesen zu sein. "Die anderen Finals waren viel klarer. Also kann man stolz darauf sein, was man geschafft hat. Wir können mit dem Kopf nach oben aus der Begegnung gehen", erklärte Gislason.
"Keine Übermannschaft""Man hat gesehen, dass wir auch keine Übermannschaft sind. Wenn solche Superstars Nerven zeigen, beweist das, dass sie auch nur Menschen sind", sagte der verletzte Nationalspieler Christian Schwarzer, der seit dieser Saison in Barcelona spielt. Der Freudenausbruch der Katalanen über Torhüter David Barrufet, der den letzten Siebenmeter mit der linken Hand abwehrte, war Beleg für den Druck und die Spannung in der spanischen Mannschaft. Barca-Trainer war stolzTrainer Valero Rivera demonstrierte Selbstbewusstsein: "Wir haben heute gezeigt, dass wir die Europameister sind. Wir haben gut verteidigt und ein hartes Spiel geliefert. Die Mannschaft hat eine Leistung gezeigt, die stolz macht." Und: "Wenn wir antreten, treten wir an, um zu gewinnen. Wir haben beide deutsche Mannschaften geschlagen, und das in Deutschland. Deswegen ist es ein sehr wichtiges Turnier gewesen." Von Martin Kloth, dpa - Fotos: AP, dpa
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| Geändert am 20. Dezember 1999 14:48 von sab | ||||||||||