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Handball-WM der FrauenTraum von einer Medaille ist geplatztDesolates 13:24 gegen Österreich - Olympia noch möglichHamar - In einem Debakel endeten für Deutschlands Handballerinnen alle Träume von einer Weltmeisterschafts-Medaille in Norwegen. Das Team von Bundestrainer Lothar Doering verlor nach einer desolaten Leistung das Viertelfinale in Hamar gegen Österreich sang- und klanglos mit 13:24 (3:15) und verpasste zudem die direkte Qualifikation für die Olympischen Sommerspiele 2000 in Sydney, die mit dem Halbfinal-Einzug perfekt gewesen wäre.
Der WM-Dritte von 1997, Deutschland, kann sich nun nachträglich qualifizieren und muss dazu die beiden folgenden Spiele in der "Trostrunde" gewinnen, um sich mit Platz fünf das Olympia-Ticket zu sichern. Erster Gegner der DHB-Auswahl ist am Samstag in Lillehammer (14.00 Uhr) der Verlierer des Viertelfinals zwischen Europameister Norwegen und dem EM-Dritten Ungarn, das am Donnerstagabend ausgetragen wurde. Angesichts der peinlichen Vorstellung gegen Österreich eine fast unlösbare Aufgabe. Übernervös ins PrestigeduellVor nur 350 Zuschauern in der "Olympiske Amfi"-Halle von Hamar waren Carloa Ciszewski (7/3 Tore) und Rasa Sulskyte (3) die besten Werferinnen der DHB-Auswahl, die sich im Achtelfinale nach einem Wechselbad der Gefühle gegen Russland (22:19) durchgesetzt hatte. Im Prestigeduell gegen Österreich begann Deutschland übernervös und erzielte erst nach elf Minuten den ersten Treffer durch Rasa Schulskyte (1:6). Auch in der Folge leistete sich das ambitionierte Doering-Team haarsträubende Fehler im Angriff und scheiterte immer wieder an der glänzend disponierten Tanja Dschandjagawa im österreichischen Tor. Weder die in der WM-Torschützenliste führende Grit Jurack (58 Tore) noch die mit Vorschlusslorbeeren bedachte Ingrida Radzeviciute oder die Routiniers Bianca Urbanke und Andrea Bölk konnten die allgemeine Verunsicherung beenden. Bölk erwischte im 200. Länderspiel ebenso einen rabenschwarzen Tag. "Da liegen sehr viele Emotionen drin""Spiele gegen Österreich sind immer etwas besonderes. Da liegen sehr viel Emotionen drin", hatte Doering vor dem Anpfiff betont. Nicht zuletzt, weil die "Retorten"-Mannschaft von Teamchef Gunnar Prokop international angesichts von acht eingebürgerten Osteuropäerinnen noch immer einen zweifelhaften Ruf besitzt. Doch die günstigen Vorzeichen konnte Deutschland nicht nutzen. Insbesondere bei wichtigen Turnieren wie der EM 1998 (25:24) oder der WM 1997 (28:19) hatte die DHB-Sieben zuletzt fast immer triumphiert. Vor sechs Jahren ebnete ein 25:10-Kantersieg gegen die Alpenrepublik den Weg von Michaela Schanze, Carola Ciszewski und Co. meisterschaftstitel. Doch trotz des bitteren Viertelfinal-Ausscheidens sieht Doering seine Personalpolitik bestätigt. "Ich habe bereits im Verlauf der WM gemerkt, dass ich die richtigen Spielerinnen nominiert habe", erklärte der 49-Jährige, der Urbanke (32) sowie Bölk (31) zu einem Nationalmannschafts-Comeback überredet hatte und die "Handballerin des Jahres 1998, Franziska Heinz, zuhause ließ. sid - Foto: dpa
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| Geändert am 9. Dezember 1999 20:27 von aj | |||||||