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Riesenslalom in Val d´Isere: Deutsche Frauen enttäuschten

Allgemeine Ratlosigkeit im Ziel

Val d'Isere (sid) Verunsichert, verkrampft und völlig außer Form - die deutschen Skirennläuferinnen sind in den technischen Disziplinen nur noch zweitklassig. Am Tag nach dem Höhenflug von Hilde Gerg im Super-G gab es im Riesenslalom von Val d' Isere ein Debakel. Nur Martina Ertl (Lenggries) kam ins Ziel und landete abgeschlagen auf dem 29. und letzten Platz.

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Kurvte am schnellsten um die Stangen:
Michaela Dorfmeister aus Österreich.

Kein Wunder, dass sich hinterher im Zielraum allgemeine Ratlosigkeit breit machte. "Ich hatte schon öfter schlechte Phasen, aber so extrem war es noch nie", gab Martina Ertl offen zu: "Ich bin schon am Start völlig verunsichert. Im Augenblick fahre ich zwei Klassen unter meinem Level."

Gerg blieb gelassen

Etwas gelassener nahm es Hilde Gerg, die sich nach einem völlig verpatzten ersten Lauf (40.) nicht einmal für das Finale qualifizieren konnte. "Es regt mich auf, dass ich im Riesenslalom nichts zustande bringe. Aber da hatte ich schon immer mal gute, mal schlechte Zeiten." Auch Cheftrainer Wolfgang Maier, sonst um keine Erklärung verlegen, wusste diesmal keinen Rat: "Im Riesenslalom sind wir in der Krise. Wir fahren einfach beschissen."

Doppelerfolg für Österreich

4,71 Sekunden lag Ertl am Ende des vierten Riesenslaloms der Saison hinter der Österreicherin Michaela Dorfmeister, die nur fünf Tage nach Serre Chevalier zu ihrem zweiten "Riesen"-Sieg in Folge fuhr. In 2:17,10 Minuten war die frühere Abfahrts-Spezialistin und WM-Zweite von 1999 auf der anspruchsvollen "Piste G" eine Klasse für sich, die 19 Jahre alte Teamkollegin Silvia Berger (2:17,92) machte den österreichischen Doppel-Erfolg perfekt. Platz drei belegte die nach dem ersten Durchgang führende Französin Regine Cavagnoud (2:18,62) vor der Schweizerin Sonja Nef (2:18,99) und Österreichs Altmeisterin Anita Wachter (2:19,03). weiterblättern
 

Geändert am 9. Dezember 1999 14:36 von sab
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