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Basketball-Europaliga: Für Alba Berlin wird´s jetzt engErst siegen und dann rechnenKaunas - Nach der Niederlage bei Zalgiris Kaunas haben sich die Basketballer von Alba Berlin in der Europaliga in eine Zwickmühle manövriert. Mit der 70:89-Abfuhr beim europäischen Cup- Verteidiger verspielten die "Albatrosse" am Mittwoch im Kampf um den wichtigen dritten Gruppenplatz eine gute Ausgangsposition und müssen am kommenden Donnerstag beim ungeschlagenen Titel-Favoriten Panathinaikos Athen unbedingt gewinnen.
Allerdings wäre Rang drei in der Zwischenrunde auch bei einem Sieg bei den übermächtigen Griechen nicht hundertprozentig sicher. Die definitive Entscheidung über die Vergabe der Plätze fällt nach dem Ende sämtlicher Vorrundenspiele am Donnerstag. Unter gewissen Konstellationen kämen Alba sogar bei einer Niederlage auf Platz zwei oder drei, der in der ab Januar startenden Zwischenrunde das Playoff- Achtelfinale verheißen könnte. Im ungünstigsten Fall rutschen die Berliner auf Rang fünf und würden dann in der Zwischenrunde auf die drei stärksten Teams der Vorrunden-Gruppe A treffen. Panathinaikos noch unbesiegt"Athen ist schon Gruppenerster und braucht keinen Sieg mehr", knüpft Alba-Manager Carsten Kerner vage Hoffnungen an das Spiel am kommenden Donnerstag bei den Griechen, die mit 66:63 bei Real Madrid den neunten Erfolg im neunten Spiel feierten. Das Starensemble um den ehemaligen Leverkusener Michael Koch ist als einzige Mannschaft Europas sowohl national als auch international noch unbesiegt.
Manager macht sich MutDer Manager vertraut im Hinblick auf Athen auf die "Endspiel- Erfahrungen" der Berliner Korbjäger in dieser Euro-Liga-Saison. "Wir hatten bereits zwei Endspiele gewonnen, nun haben wir ein Finale verloren", schilderte Alba-Manager Carsten Kerner das Ende der Berliner Aufholjagd in der Vorrundengruppe B. Bereits vor den Siegen gegen Tofas Bursa (Türkei) und Real Madrid stand Alba mit dem Rücken zur Wand, brachte sich aber mit zwei überzeugenden Erfolgen selbst wieder ins Spiel. Rhythmus nicht gefundenDie Berliner haben nach der knapp zweiwöchigen Länderspielpause den begeisternden Rhythmus, den sie sich vorher in Bundesliga und Europaliga erarbeitet hatten, noch nicht wiedergefunden. Zudem kamen die bisher daheim sieglosen Litauer wie verändert zur zweiten Halbzeit zurück. "Kaunas hat uns im zweiten Spielabschnitt in der Verteidigung den Schneid abgekauft und Wendell Alexis praktisch aus dem Spiel genommen". Den "Verlust" des Topscorers verkrafteten die Berliner nicht. Den 18 Zählern von Frankie King standen 29 Punkte von Mindaugas Zukauskas gegenüber, der zusammen mit dem tschechischen Center George Zidek die Akzente setzte. Am Samstag geht´s gegen Telekom BonnAlba bleibt nur wenig Zeit, die fünfte Niederlage in der Europaliga zu verarbeiten. Bereits am Samstag testet Vizemeister Telekom Baskets Bonn die Form des dreifachen deutschen Titelträgers in der Max-Schmeling-Halle. Kerner trennt zwar die beiden voraus gegangenen Pleiten bei Bayer 04 Leverkusen und jetzt in Kaunas. Trotzdem wünscht sich der Manager, dass sich die Niederlagen "nicht in den Köpfen der Spieler festsetzen." Von Thomas Flehmer, dpa - Fotos: AP
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| Geändert am 9. Dezember 1999 11:04 von sab | ||||||||||