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Super-G in Val d´Isere: Hilde Gerg hinter Kostner ZweiteWieder fehlte nur eine WinzigkeitVal d'Isere - Erst 6/100, dann 2/100 und nun 7/100. Hilde Gerg fehlen im noch jungen alpinen Ski-Winter immer Winzigkeiten zu ihrem zehnten Weltcup-Sieg. Zum dritten Mal in dieser Saison musste sich die Lenggrieserin im Super-G beim "Kriterium des ersten Schnees" im französischen Val d'Isere in 1:19,88 Minuten mit Platz zwei hinter Isolde Kostner (1:19,81) aus dem starken italienischen Team begnügen.
"Das ist schon bitter für mich. Aber so etwas habe ich vor zwei Jahren bei der WM in Sestriere schon einmal erlebt. Irgendwann kommt das Glück auch wieder zurück", meinte die Zweite des Gesamtweltcup aus der letzten Saison. Dritte wurde in den Savoyer Alpen die Schwedin Pernilla Wiberg (1:20,14). Regina Häusl aus Schneizelreuth (1:20,59) erreichte den zehnten Rang. Kleiner Patzer im ZielhangWährend die technischen Disziplinen derzeit für die deutschen Fahrerinnen voller Tücken stecken, läuft es hauptsächlich für Hilde Gerg in den Speed-Disziplinen schon wieder bestens. Nur ein Patzer im Zielhang kostete den Sieg, nachdem sie bei der unteren Zwischenzeit noch mit über 3/10 Sekunden geführt hatte. "Es ist dennoch eine große Bestätigung für meine Arbeit", meinte die Slalom-Olympiasiegerin, die sich trotz des Goldes von Nagano bei hohen Geschwindigkeiten besonders wohl fühlt. Konzentration auf Abfahrt und Super-G"Wenn es nun in Abfahrt und Super-G gut läuft, will ich mich auch darauf konzentrieren", erklärte die 24-Jährige, die als Vierte im Gesamtweltcup (256 Zähler) dem Führungstrio Kostner (310), Janica Kostelic (Kroatien/302) und Renate Götschl (Österreich/287) weiter näher gekommen ist. Die deklassierenden Platzierungen im Slalom und Riesenslalom steckt Hilde Gerg scheinbar mühelos weg.
Verletzung behindert ErtlDagegen fährt die zweite Lenggrieserin, Martina Ertl, auf Grund ihrer Verletzung am Arm der Spitzenklasse meilenweit hinterher. "Wenn ich eine falsche Bewegung mache, zieht es den ganzen Arm hoch", erklärte die Riesenslalom-Spezialistin, die vor einer Woche beim Trainingssturz in Garmisch hart auf den Ellbogen des rechten Arms aufgeschlagen war und sich einen Nerv gequetscht hatte. Zeitweilig hatte Ertl in den mittleren Fingern kein Gefühl mehr. Die Sensibilität ist mittlerweile wieder zurückgekehrt, hindert sie nun aber an rasanten Fahrten. In Val d'Isere langte eine mehr als mäßige Vorstellung in 1:21,73 Minuten nur für Rang 28. Verzicht auf die nächsten RennenDie Olympia-Zweite in der Kombination will jetzt nach dem Riesenslalom am (morgigen) Donnerstag erst einmal eine Pause einlegen und wird auf jeden Fall auf den Slalom am Sonntag in Sestriere verzichten. "Es nützt ja nichts, wenn ich jetzt gleich weiterfahre. Ich glaube, ich muss die Sache auskurieren", meinte die 26-Jährige. Wie auch Ertl schlägt sich Regina Häusl noch mit den Folgen einer Verletzung herum. In Übersee hatte sich die 25-Jährige aus Schneizelreuth im kanadischen Lake Louise drei Wirbel ausgerenkt. Dies ist zwar mittlerweile behoben, aber der Super-G war das erste Rennen nach der Zwangspause. "Ich bin froh, dass es wieder ohne Schmerzen ging", sagte Häusl, "aber Kopfschmerzen habe ich immer noch." Weit hinter ihren Möglichkeiten blieb dieses Mal Sibylle Brauner vom SC Aising-Pang (1:21,94), die als 34. nicht einmal in die Weltcup-Ränge kam. Von Günter Müller, dpa
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| Geändert am 8. Dezember 1999 14:20 von sab | ||||||||||