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Handball-WM der Frauen: Deutschland auf Medaillenkurs

Traum von olympischer Glückseligkeit

Lillehammer - Nur noch ein Sieg im "Spiel der Emotionen" gegen den Erzrivalen Österreich trennt Deutschlands Handballerinnen von der olympischen Glückseligkeit. Und Bundestrainer Lothar Doering verbreitet vor dem Viertelfinale am Donnerstag (18.00 Uhr) Optimismus, dass mit dem Einzug ins Halbfinale die Qualifikation für die Olympischen Spiele 2000 in Sydney perfekt gemacht wird und auch der Medaillentraum weiter lebt.

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Top-Torjägerin: Grit Jurack.

"Die Spiele gegen Österreich sind immer etwas besonderes", so Doering, "aber wir sind bereit und hoffen endlich einmal auf eine Partie, in der alles stimmt. Bisher hatten wir in jeder Begegnung eine andere Schwäche."

Die Ausgangslage ist für den WM-Dritten nach dem 22:19-Zittersieg im Achtelfinale gegen Russland günstig. "Österreich liegt uns. Die spielen ähnlich wie die Russinnen mit vielen Würfen aus dem Rückraum", analysierte Torhüterin Michaela Schanze, die mit drei gehaltenen Siebenmetern und elf Paraden den Achtelfinalsieg ebnete.

"Noch nichts erreicht"

Doch selbst bei einer Niederlage könnte Deutschland mit zwei Siegen in der "Trostrunde" noch auf den Olympia-relevanten fünften WM-Platz kommen. "Wir sind zwar erst einmal über den Berg, bisher aber haben wir noch nichts Konkretes erreicht", warnte Doering vor verfrühter Euphorie. Zumal nach einer Pleite gegen die mit acht eingebürgerten Osteuropäerinnen antretende Legionärsmannschaft aus Österreich der Verlierer aus dem Viertelfinalmatch zwischen Europameister Norwegen und dem EM-Dritten Ungarn warten würde.

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Auf und davon: Katrin Blacha.

DHB mit psychologischem Vorteil

Der psychologische Vorteil im Spiel gegen Österreich liegt aber eindeutig bei der DHB-Sieben, die das Team von "Zampano" und Teammanager Gunnar Prokop zuletzt bei der EM '98 (25:24) und der WM ein Jahr zuvor im eigenen Land (28:18) bezwang. "Und da ist ja auch noch unser 25:10-Sieg bei der WM 1993, der Prokop noch heute schwer im Magen liegen dürfte", erklärte Doering nicht ohne Schadenfreude. Damals marschierte Deutschland bis auf den WM-Thron, das ambitionerte Österreich stürzte mit Platz acht ins Tal der Tränen.

Blutdruck: 229:126

Doering hält deshalb für seinen Freund Prokop ein besonderes Angebot parat. "Er benutzt das gleiche Herzmittel wie ich. Wir stellen einfach eins neben die Bank und wer es zu erst benötigt, hat verloren", witzelte der 49-Jährige. Doch aus dem Scherz könnte bitterer Ernst werden. Bei Prokop wurde nach dem "Krimi" gegen Weißrussland (28:27) ein Blutdruck von 229:126 gemessen. weiterblättern
 

Geändert am 8. Dezember 1999 13:03 von sab
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