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Rallye-WM: Peugeot kehrt im nächsten Jahr zurückAuch 2000 jagen alle "Big Mäk"Chelterham - Auch im neuen Jahrtausend wird man sich bei der Rallye-WM die alte Frage stellen müssen: "Wer kann "Big Mäk" stoppen?" Denn Tommi Mäkinen war auch in der am Dienstag in Großbritannien zu Ende gegangenen Saison das Maß aller Dinge.
Schon beim vorletzten der 14 WM-Läufe in Australien hatte sich der Finne seinen vierten Titel in Serie gesichert - Rekord. Die RAC-Rallye in England und den Wäldern von Wales war für den schnellen Finnen, der nach seinen vier Saisonsiegen 19 WM-Erfolge auf seinem Konto hat, nur noch ein Schaulaufen. Der Ausstieg wegen Motorproblemen kurz vor deren Ende war da nur ein kleiner Schönheitsfehler und änderte nichts an der momentanen Ausnahmestellung Mäkinens. Konkurrenz wird größerIn der Saison 2000, die am 20. Januar traditionell mit der Rallye Monte Carlo beginnt, aber wird die Konkurrenz größer. Vor allem durch Ex-Weltmeister Peugeot, der nach 13-jähriger Pause und sechs Probeläufen 1999 mit drei Autos die komplette Saison bestreiten wird. Mitte der 80er-Jahre hatten die "Löwen" die Rallye-WM dominiert, 1985 und 1986 jeweils den Fahrer- und den Markentitel gewonnen. Peugeot will gleich wieder den Titel"Wir wollen kämpfen und versuchen, Weltmeister zu werden", erklärt Peugeot-Sportchef Corrado Provera. "Wir wissen, dass wir das Auto noch weiterentwickeln müssen, weil das Niveau in der WM sehr hoch ist. Im Moment sind wir bei etwa 85 bis 90 Prozent unseres Potenzials. Aber die Basis stimmt."
Schwarz zu HyundaiWie Peugeot wird auch Skoda mit Ex-Europameister Armin Schwarz (Oberreichenbach), der bei der RAC-Rallye bei einem Crash das rechte Hinterrad und wenige hundert Meter später spektakulär die rechte hintere Tür verlor, nach einem Testjahr die ganze Saison absolvieren. Der koreanische Hersteller Hyundai steigt aus der Zwei-Liter-Klasse zu den World-Rallye-Cars auf. Ford und Seat rüsten aufDie aktuellen Konkurrenten von Mäkinens Mitsubishi-Team, Ford und Seat, rüsten personell auf. Die beiden sicherten sich die "Perlen" aus dem "Nachlass" von Toyota, die sich nach 27 Jahren im Rallye-Sport und insgesamt vier Fahrer-Titeln mit dem dritten Konstrukteurs-Titel wegen des für 2001 geplanten Formel-1-Einstieges verabschiedeten. Schillerndes Fahrer-Tandem: McRae und SainzDer Spanier Carlos Sainz, Weltmeister 1990 und 1992 und 22-facher WM-Rallye-Sieger, kehrt zu Ford zurück, wo er 1987 seinen ersten WM-Einsatz hatte. Ford stellt damit im kommenden Jahr wohl das schillerndste Fahrer-Tandem, denn in Ex-Weltmeister Colin McRae, der sich bei der RAC-Rallye mit dem dritten schweren Unfall in Folge unrühmlich aus der Saison verabschiedete, hat die Ford-Crew bereits den Top-Verdiener der Szene unter Vertrag. Der Schotte lässt sich seinen Zwei-Jahres-Vertrag mit insgesamt 18 Millionen Mark entlohnen. Sainz' französischer Teamkollege Didier Auriol, Champion von 1994 und 19-maliger Sieger, wechselt zu Seat. Mehr Fernsehzuschauer sollen gelockt werdenUm den Rallyesport vor allem für die Fernsehzuschauer interessanter zu machen, werden im kommenden Jahr noch mehr Veranstalter ihre Rallye am Sonntagnachmittag mit einer live übertragenen Sonderprüfung beenden. Im Gegensatz zu 1999, als dieses neue Format bereits getestet wurde, werden dafür aber nicht mehr die sehr umstrittenen Sonderpunkte vergeben. Von Thomas Straka, sid - Fotos: Reuters
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| Geändert am 23. November 1999 14:40 von sab | ||||||||||