IVWPixel Zählpixel
Bayern: Respekt vor Trondheim
ATP-WM: Kiefer hat einiges vor
Köln: Lienen friert, 1. FC bleibt vorn
NHL: St. Louis
an der Spitze

1860 präsentiert Rekordumsatz
Rallye-WM 2000: Teams rüsten auf
Szewczenko: Wieder verletzt
Baumann sieht sich als "Irrtum"
NFL: 49ers nur noch Mittelmaß
DEL: Hitziges Derby in Frankfurt


Zweite Liga: 1. FC Köln festigt Tabellenspitze - 3:1 in Chemnitz

Ewald Lienen friert für den Erfolg

Chemnitz - Ewald Lienen muss weiter frieren. "Schuld" daran ist die Erfolgsserie seines 1. FC Köln, der sich auch beim heimstarken Aufsteiger Chemnitzer FC nicht überraschen ließ und mit einem 3:1 (1:1)-Erfolg am Montagabend die Spitzenposition in der 2. Bundesliga zurück eroberte.

Anklicken zum Vergrößern
Winterjacke überflüssig: FC-Trainer Ewald Lienen.

Der Coach der Rheinländer verfolgte bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt die Partie hemdsärmelig, aber mit Handschuhen. "Da ist etwas Aberglauben dabei. Ich stehe im Hemd seit Saisonbeginn am Spielfeldrand. Und da wir immer erfolgreich sind, halte ich an dieser Marotte fest", grinste der kurz vor seinem 45. Geburtstag stehende Coach. Lukrative Nebenwirkung: Den Fernsehkameras bleiben Lienens Sponsoren nicht verborgen, die auf dem Hemd prangen.

"Er hat echt neuen Schwung in den Verein gebracht"

Dabei laufen die Kölner Gefahr, in den ausstehenden fünf Spielen ihren Trainer durch eine Erkältung zu verlieren. Doch das nimmt man gern in Kauf. "Er hat echt neuen Schwung in den Verein gebracht. Seine Führungsqualitäten, sein sportliches Fachwissen - alles passt", lobte Sportdirektor Hannes Linßen den Cheftrainer.

Anklicken zum Vergrößern
Zweikampf im Schnee: FC-Abwehrspieler
Moses Sichone und Marco Dittgen.

Keine Zerwürfnisse

Besonders beim Zusammenbau der Mannschaft hätte Lienen saubere Arbeit geleistet, urteilte Linßen. "Es gibt keine Zerwürfnisse innerhalb der Mannschaft. Es sind Charaktere, die zusammen passen. Lienen gibt allen das Gefühl, dazuzugehören, auch wenn sie nicht spielen."

Mit Bilanz zufrieden

Nach dem Sieg in Chemnitz kann der Manger mit der großen Trainer- Erfahrung langsam aber sicher mit den Planungen für den Bundesliga- Aufstieg beginnen. "Man sagt ja immer, wenn man bis Weihnachten oben dabei ist, klappt es auch mit einem guten Frühjahr. Unsere Bilanz fällt bisher außerordentlich positiv aus. Bis zum Ende der Halbserie könnten wir auf 42 Punkte kommen. Doch alles, was über 35 ist, wäre schon sensationell", erklärte Linßen.

FC musste bis an die Schmerzgrenze gehen

Im "Gefrierschrank" des Stadions Gellertstraße aber musste der FC alles aufbieten, um gegen ein zumindest 45 Minuten bis zur Erschöpfung kämpfendes Chemnitzer Team zu bestehen. "Wir mussten im zweiten Abschnitt tatsächlich bis an die Schmerzgrenze gehen. Allein mit spielerischen Mitteln war diesem Kontrahenten auf diesem Boden nicht beizukommen. Als wir unsere Einstellung geändert haben, rustikaler agierten und ebenso aggressiv spielten wie der CFC in Halbzeit eins, haben wir uns den Erfolg verdient", lobte Lienen seine Mannschaft, aus der Kapitän Dirk Lottner nicht nur dank seiner zwei Treffer (45./Foulelfmeter, 78.) noch herausragte.

Chemnitz-Coach Franke: Es hätte schlimmer kommen können

Lienens Kollege Christoph Franke ließ keinen Zweifel an der Berechtigung des FC-Erfolgs. "Es hätte für uns auch noch schlimmer kommen können. Mit zwei individuellen Fehlern haben wir unsere Führung leichtfertig verspielt", kritisierte er. Tatsächlich war es ausgerechnet Routinier Thomas Laudeley, der zunächst Pascal Ojigwe foulte und unmittelbar nach der Pause per Stellungsfehler Kurths 1:2 begünstigte. Damit war die Führung durch den 35-Meter-Sonntagsschuss von Jens König (26.) nur noch ein kosmetisches Element. "Wir müssen unsere Punkte für den Klassenerhalt eben gegen andere Gegner holen. Köln war einfach auf mehreren Positionen besser besetzt", so Franke.

dpa, Fotos: dpa

Geändert am 23. November 1999 11:29 von sab
Navigations-Seite: RZ-Online auf einen Blick Alles zur Fußball-Bundesliga Alles zur Formel 1 Aktuelle Agenturmeldungen zum Sport Leserbrief schreiben Zur Homepage Sport-Homepage von RZ-Online Navigations-Seite: Alles auf einen Blick Zum Anfang dieser Seite und zu weiteren Links Leserbrief schreiben Zur Homepage