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Zweite Liga: 1. FC Köln festigt Tabellenspitze - 3:1 in ChemnitzEwald Lienen friert für den ErfolgChemnitz - Ewald Lienen muss weiter frieren. "Schuld" daran ist die Erfolgsserie seines 1. FC Köln, der sich auch beim heimstarken Aufsteiger Chemnitzer FC nicht überraschen ließ und mit einem 3:1 (1:1)-Erfolg am Montagabend die Spitzenposition in der 2. Bundesliga zurück eroberte.
Der Coach der Rheinländer verfolgte bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt die Partie hemdsärmelig, aber mit Handschuhen. "Da ist etwas Aberglauben dabei. Ich stehe im Hemd seit Saisonbeginn am Spielfeldrand. Und da wir immer erfolgreich sind, halte ich an dieser Marotte fest", grinste der kurz vor seinem 45. Geburtstag stehende Coach. Lukrative Nebenwirkung: Den Fernsehkameras bleiben Lienens Sponsoren nicht verborgen, die auf dem Hemd prangen. "Er hat echt neuen Schwung in den Verein gebracht"Dabei laufen die Kölner Gefahr, in den ausstehenden fünf Spielen ihren Trainer durch eine Erkältung zu verlieren. Doch das nimmt man gern in Kauf. "Er hat echt neuen Schwung in den Verein gebracht. Seine Führungsqualitäten, sein sportliches Fachwissen - alles passt", lobte Sportdirektor Hannes Linßen den Cheftrainer.
Keine ZerwürfnisseBesonders beim Zusammenbau der Mannschaft hätte Lienen saubere Arbeit geleistet, urteilte Linßen. "Es gibt keine Zerwürfnisse innerhalb der Mannschaft. Es sind Charaktere, die zusammen passen. Lienen gibt allen das Gefühl, dazuzugehören, auch wenn sie nicht spielen." Mit Bilanz zufriedenNach dem Sieg in Chemnitz kann der Manger mit der großen Trainer- Erfahrung langsam aber sicher mit den Planungen für den Bundesliga- Aufstieg beginnen. "Man sagt ja immer, wenn man bis Weihnachten oben dabei ist, klappt es auch mit einem guten Frühjahr. Unsere Bilanz fällt bisher außerordentlich positiv aus. Bis zum Ende der Halbserie könnten wir auf 42 Punkte kommen. Doch alles, was über 35 ist, wäre schon sensationell", erklärte Linßen. FC musste bis an die Schmerzgrenze gehenIm "Gefrierschrank" des Stadions Gellertstraße aber musste der FC alles aufbieten, um gegen ein zumindest 45 Minuten bis zur Erschöpfung kämpfendes Chemnitzer Team zu bestehen. "Wir mussten im zweiten Abschnitt tatsächlich bis an die Schmerzgrenze gehen. Allein mit spielerischen Mitteln war diesem Kontrahenten auf diesem Boden nicht beizukommen. Als wir unsere Einstellung geändert haben, rustikaler agierten und ebenso aggressiv spielten wie der CFC in Halbzeit eins, haben wir uns den Erfolg verdient", lobte Lienen seine Mannschaft, aus der Kapitän Dirk Lottner nicht nur dank seiner zwei Treffer (45./Foulelfmeter, 78.) noch herausragte. Chemnitz-Coach Franke: Es hätte schlimmer kommen könnenLienens Kollege Christoph Franke ließ keinen Zweifel an der Berechtigung des FC-Erfolgs. "Es hätte für uns auch noch schlimmer kommen können. Mit zwei individuellen Fehlern haben wir unsere Führung leichtfertig verspielt", kritisierte er. Tatsächlich war es ausgerechnet Routinier Thomas Laudeley, der zunächst Pascal Ojigwe foulte und unmittelbar nach der Pause per Stellungsfehler Kurths 1:2 begünstigte. Damit war die Führung durch den 35-Meter-Sonntagsschuss von Jens König (26.) nur noch ein kosmetisches Element. "Wir müssen unsere Punkte für den Klassenerhalt eben gegen andere Gegner holen. Köln war einfach auf mehreren Positionen besser besetzt", so Franke. dpa, Fotos: dpa
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| Geändert am 23. November 1999 11:29 von sab | ||||||||||