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    Wildmoser: "Wir sind wieder wer"

    München - Die "Blauen" stehen finanziell in München zwar weiter klar im Schatten der "Roten", dennoch sind sie mächtig stolz auf sich. Während der FC Bayern mit dreistelligen Millionen-Beträgen arbeitet, beläuft sich der Jahresumsatz des TSV 1860 München auf "nur" 48,2 Millionen Mark.

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    Für ihn will man um Gnade bitten: Trainer
    Werner Lorant, der auf die Tribüne verbannt wurde.

    "Wir werden nie die Bayern kopieren können - und wollen es auch nicht. Das empfinde ich als lächerlich", sagte "Löwen"-Präsident Karl-Heinz Wildmoser auf der 30. Delegierten- Versammlung am Montagabend. Dennoch konnte der Großgastronom stolz sein: Denn die 48,2 Millionen Mark Umsatz für das Rechnungsjahr 1998/1999 bedeuten Vereins-Rekord. Und auch der Reingewinn von 2,839 Millionen Mark (Steigerung um sechs Prozent) ist eine Bestmarke.

    Präsident ist mit den Trainern zufrieden

    Wildmoser, der die Sechziger nach seiner Amtsübernahme 1992 zu ungewohnten Höhenflügen führte, war mit der abgelaufenen Saison nicht zufrieden, bescheinigte aber seinem Trainer-Gespann mit Werner Lorant und Peter Pacult gut Arbeit. "Nach der grandiosen Vorrunde mit dem zeitweiligen zweiten Tabellenplatz hatten wir eigentlich mehr erwartet. Aber die vielen Verletzungen, die dann kamen, haben einen negativen Einfluss gehabt. Daran konnte auch Lorant nichts ändern."

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    Lob vom Chef: Co-Trainer Peter Pacult.

    Guten Ruf erarbeitet

    Die "Löwen" haben sich trotz einiger "Ausraster" von Chef-Coach Lorant einen guten Ruf erarbeitet. "Wir werden wieder mit Respekt behandelt", meinte Wildmoser. Als Lohn für die erfolgreiche Arbeit sieht er die Vergabe des Hallen-Masters im Januar 2000 nach München. "Wir haben uns gegen Berlin durchgesetzt. Das zeigt, dass wir beim DFB wieder wer sind", sagte Wildmoser, der darauf verwies, dass man in den letzten Jahren die Lizenz stets ohne Auflagen erhalten hatte.

    Trainersuche erst im Jahr 2003

    Dennoch war der "Löwen"-Boss nach dem Lorant-Urteil - zwei Spiele Sperre und 25 000 Mark Geldstrafe - nicht gut zu sprechen. "Ich kann seit 14 Tagen Leute verstehen, die nicht mehr ehrenamtlich arbeiten wollen", betonte Wildmoser und hofft, dass der DFB noch das Strafmaß senkt. "Wir werden jedenfalls ein Begnadigungsschreiben einreichen", sagte Wildmoser dem Münchner TV-Sender "TVM". Die Geldstrafe hätte seiner Ansicht nach genügt. "Das wäre ein Bruttogehalt von 53 000 Mark", sagte Wildmoser. An Lorant will der "Löwen"-Boss festhalten. "Auf Trainersuche haben wir bis 2003 Zeit, denn bis dahin läuft der Vertrag von Lorant", sagte Wildmoser. Auch zu Linienrichter Frank (Hannover), der zum Auslöser des Innenraum-Verbotes von Lorant in Leverkusen wurde, hatte der Clubchef seine Meinung. "Der hat mit 13 das Schiedsrichtern angefangen und kann es bis heute noch nicht", sagte er und fügte hinzu: "Nehmen sie das bitte als Spaß."

    Von Wolfhard Hillerkus, dpa - Fotos: dpa

    Geändert am 23. November 1999 11:52 von sab
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