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Notizen aus dem Lager der Nationalmannschaft
UNGLÄUBIG: Torwart Jens Lehmann wollte nicht glauben, dass er nach seinen fünf Einsätzen in Folge beim Confederations Cup in Mexiko sowie gegen Finnland (2:1) in Helsinki und in Dortmund gegen Nordirland (4:0) wieder auf die Ersatzbank der deutschen Nationalmannschaft muss. Er wolle zunächst mit DFB-Teamchef Erich Ribbeck reden, "sonst glaube ich das nicht", sagte er am Dienstag nach der Ankunft in Berg im DFB-Quartier dem Fernsehreporter Thomas Herrmann von SAT.1. Ribbeck hatte nach dem letzten Spiel gegen Nordirland mehrfach betont, dass am Samstag in München gegen die Türkei wieder der zuletzt fehlende FC-Bayern-Torwart Oliver Kahn zwischen den Pfosten stehen wird. Ribbeck reagierte auf die Ungläubigkeit Lehmanns gelassen: "Dann soll er mit mir reden. Das wollte ich auch. Ich spreche auch mit Oliver Kahn." OLYMPIASTADION: Erich Ribbeck hat den FC Bayern München und den TSV München 1860 in ihren Bestrebungen um ein neues Stadion in der bayerischen Landeshauptstadt unterstützt. "Wenn ein solch großes Stadion nicht ganz gefüllt ist, ist die Atmosphäre nicht so, wie man es sich wünscht", nannte der DFB-Teamchef die Nachteile des Olympiastadions. Die Arena sei auf Grund der Tartanbahn für die Leichtathleten zudem zu weitläufig. "Als Spieler und Trainer wünscht man sich ein richtiges Fußballstadion wie in Dortmund, Bochum, Leverkusen oder Hamburg", sagte Ribbeck. TRAININGSPLATZ: Die Wahl der deutschen Nationalmannschaft, auf der Platzanlage des FC Starnberg zu trainieren, war kein Zufall. Einerseits ist das Stadion an der Ottostraße bestens gerüstet, zweitens wird der dort beheimatete Viertligist FC Starnberg von einem alten Bekannten von DFB-Teamchef Erich Ribbeck betreut. Der Starnberger Coach Florian Hinterberger stand 1988 in der Elf von Bayer Leverkusen, die damals von Ribbeck zum Uefa-Pokal-Gewinn gegen Espanyol Barcelona geführt wurde. VERGLEICH: Erich Ribbeck vermutet, dass ihn die Medien wegen der Quartierwahl am Starnberger See in den nächsten Tagen mit König Ludwig vergleichen könnten. "Wenn ich Journalist wäre, käme ich zu solchen Überlegungen", meinte Ribbeck verschmitzt. Ein Vergleich würde aber wohl nur Sinn machen, wenn die deutsche Mannschaft gegen die Türkei baden ginge und die direkte EM-Qualifikation verfehlt. Der bayerische Monarch hatte am 13. Juni 1886 den Freitod im Starnberger See gesucht. "Ich habe den Starnberger See noch nicht von unten gesehen, sondern bin nur mit dem Boot drüber gefahren", sagte Ribbeck. HOTLINE: Nach dem Abschluss der EM-Qualifikation erwartet der Deutsche Fußball-Bund (DFB) einen Run auf Eintrittskarten für die Endrunde der Fußball-Europameisterschaft. Um zu informieren, wie Tickets für die Großveranstaltung in den Niederlanden und Belgien vom 10. Juni bis 3. Juli 2000 zu erhalten sind, richtet der DFB ab kommenden Sonntag eine Informations-Hotline ein. Unter der Rufnummer 0190-444499 erhält der Anrufe durch eine Ansage Auskünfte, wie Karten zu ergattern sind. Ein Fax-Abruf ist ab Sonntag unter 0190-401499 zu erreichen. dpa, Foto: Archiv
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| Geändert am 5. Oktober 1999 16:25 von sab | |||||||