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Turnier in Filderstadt: Anke Huber mit Mühe weiter

Der Aufschlag wollte nicht ins Feld

Filderstadt - Anke Huber hat nach einer Berg- und Talfahrt der Gefühle das Achtelfinale beim mit 520 000 Dollar dotierten WTA-Turnier in Filderstadt erreicht. Die Weltranglisten-25. aus Karlsdorf bezwang in der ersten Runde am Dienstag die Französin Julie Halard-Decugis nach hartem Kampf mit 4:6, 7:5, 6:1 und trifft nun auf die Russin Jelena Lichowtsewa.

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"Ich habe nicht mehr daran geglaubt, dass ich noch gewinne", staunte Huber, die den zweiten Satz nach einem 1:5-Rückstand noch umgebogen hatte. "So etwas ist mir zuletzt bei den Juniorinnen passiert."

Schwungvoller Auftakt

Die 24-Jährige begann vor 2 000 Zuschauern sehr schwungvoll, führte mit 4:2, verlor aber zunehmend den Faden und bekam immer mehr Probleme mit ihrem Aufschlag. Zweimal feuerte sie nach einem Doppelfehler ihren Schläger auf den Boden. Beim Stande von 4:5 führte die Filderstadt-Siegerin von 1991 und '94 mit 40:0, musste dann jedoch den Satz ohne größere Gegenwehr abgeben.

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Zwei Matchbälle vergeben

Den zweiten Durchgang eröffnete Huber mit einem Break, konnte ihr druckvolles Spiel aber nicht durchziehen. Die 29-jährige Halard-Decugis vergab bei einer 5:2-Führung zwei Matchbälle, ehe sich die Lokalmatadorin noch einmal herankämpfte, zum 5:5 ausglich und 7:5 siegte. Danach hatte die US Open-Viertelfinalistin leichtes Spiel mit der frustrierten Französin. Nach 1:49 Stunden beendete Huber die Begegnung mit ihrem ersten Matchball. "Das gibt Selbstvertrauen", freute sie sich.

Auch Capriati weiter

Im Achtelfinale steht auch Jennifer Capriati. Der US-Star vergangener Tage setzte sich gegen die Rumänin Irina Spirlea locker mit 6:4, 6:1 durch. "Ich bin noch nicht hundert Prozent zurück", sagte die in den vergangenen Jahren von persönlichen Krisen gebeutelte Weltranglisten-30. "Aber ich werde diesen Weg weiter gehen, Schritt für Schritt."

Freilos für Serena Williams und Martina Hingis

Capriati spielt nun gegen Martina Hingis. Die Weltranglisten-Erste aus der Schweiz sowie US Open-Siegerin Serena Williams, die am Sonntag in München das Finale des Compaq Grand Slam Cups gegen ihre Schwester Venus gewonnen hatte, haben in der ersten Runde ein Freilos. Die US-Amerikanerin trifft auf Titelverteidigerin Sandrine Testud aus Frankreich und will dabei einen persönlichen Rekord aufstellen. "Ich habe jetzt wieder 16 Matches in Folge gewonnen. 17 wären natürlich toll", sagte Williams.

Von Ulrike John, dpa - Fotos: dpa

Geändert am 5. Oktober 1999 17:10 von sab
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