|
|
Vor dem Davis-Cup: Letzter Test auf MallorcaBecker: Wir schaffen das schonPalma de Mallorca - Die Stimmung ist gut, der Optimismus ungebrochen. "Es ist eine schwere Aufgabe, aber ich bin sicher, dass wir das schaffen", sagte ein entspannter und gut gelaunter Daviscup-Teamchef Boris Becker vor dem Relegationsspiel seiner Mannschaft vom 24. bis 26. September gegen Rumänien.
Becker informierte sich beim ATP-Turnier in Palma de Mallorca am Mittwoch und Donnerstag vor Ort über die aktuelle Form der Daviscupspieler Rainer Schüttler, David Prinosil und Jens Knippschild. Schüttler zweiter EinzelspielerRainer Schüttler hinterließ dabei den besten Eindruck, der 23-jährige aus Bad Homburg wird in Bukarest aller Voraussicht nach die Position des zweiten Einzelspielers neben Tommy Haas einnehmen. "Ich bin bereit und würde wahnsinnig gerne in Rumänien Einzel spielen", sagte Schüttler vor seinem Achtelfinale gegen Juan Marin aus Costa Rica: "Ich will hier natürlich keine Forderungen stellen, aber ich glaube, ich hatte ein gutes Jahr." Kapitän Carl-Uwe Steeb wollte sich nicht festlegen: "Die Aufstellung steht am nächsten Donnerstag eine Stunde vor der Auslosung fest." Auch David Prinosil darf noch hoffenBis dahin kann sich auch noch David Prinosil Hoffnungen auf den von ihm so ersehnten Platz als Einzelspieler machen, obwohl er bei seiner Erstrunden-Niederlage gegen den an Nummer zwei gesetzten Spanier Alex Corretja nicht überzeugte. Im zweiten Satz der zu mitternächtlicher Stunde angesetzten Partie vergab Prinosil einen Breakball zum 5:4 und kassierte wenig später das entscheidende Beak zum 4:6. Anschließend fand eine halbstündige Manöverkritik mit Steeb und Daviscup-Coach Stefan Schaffelhuber statt.
Trotzdem möchte Prinosil in Bukarest unbedingt Einzel spielen. "Ich habe die meiste Erfahrung und bin in der Weltrangliste auch nur sechs Plätze schlechter als Rainer Schüttler", meinte der 26-Jährige, der allerdings eher als feste Größe im Doppel gilt. Nach dem Rücktritt von Boris Becker wird Prinosil vermutlich zusammen mit Jens Knippschild in Bukarest antreten. Warum die in der Vergangenheit bewährte Kombination Prinosil/Goellner im Daviscup nicht zum Einsatz kommt, deutete Prinosil nur an: "Das läuft mit Marc und mir nicht mehr so gut." Nicolas Kiefer derzeit kein ThemaDer "abtrünnige" Nicolas Kiefer war in Palma zumindest offiziell kein Thema. "Wir kümmern uns um die ganzen Querelen nicht mehr, sondern konzentrieren uns nur auf das Spiel in Rumänien", versicherte Steeb: "Ich hatte ein gutes Gespräch mit Kiefer, und ich bin sicher, dass wir im Jahr 2000 mit der bestmöglichen Mannschaft im Daviscup antreten werden." Das glaubt auch Boris Becker: "Im nächsten Jahr rechnen wir wieder fest mit Kiwi." Kompetenzen wurden klar verteiltAuch bezüglich der Aufgabenverteilung in Bukarest wird es keine Differenzen geben. "Boris und ich werden auf dem Platz stehen und das Training begleiten", meinte Steeb: "Im Gegensatz zu den Zeiten, in denen Boris noch gespielt hat, kann er sich jetzt eben mehr um alles andere kümmern. Das ist doch absolut positiv." Von Andreas Hardt, sid - Fotos: dpa, Archiv
|
|||||||||
| Geändert am 16. September 1999 12:04 von sab | ||||||||||