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Zweite Liga: Fans des "Eff-Ce" träumen vom AufstiegKölscher Karneval mitten im SeptemberBochum - Kaum gewinnt der "Eff-Ce" mal wieder, sind die Fans aus dem Häuschen: Der 1. FC Köln hat die neue Karnevalssession schon zwei Monate vor dem "Elften im Elften" eingeläutet.
Gut 5.000 mitgereiste FC-Fans schmetterten nach dem unerwarteten 3:2 (1:1)-Erfolg der "Geißböcke" im Zweitliga-Spitzenduell beim VfL Bochum von der Freude beseelt die ganze Palette des kölschen Liedguts in den Nachthimmel über dem Ruhrstadion. "Das war das beste Spiel in meiner Amtszeit", schwelgte Vereins-Präsident Albert Caspers. Punktgleich an der SpitzeDer ehemalige Ford-Chef hatte in seiner bisherigen Amtszeit seit 1997 mit den erfolglosen Lorenz-Günther Köster und Bernd Schuster schon die Lust an seiner ehrenamtlichen Tätigkeit verloren - nun ist Köln nach vier Spielen noch ungeschlagen und liegt mit zehn Zählern punktgleich direkt hinter Spitzenreiter 1. FC Nürnberg. Lienen warnt vor Euphorie"Wir müssen die Kirche im Dorf lassen. Wer jetzt vom Aufstieg redet, dem kann ich nicht helfen", warnte der neue Trainer Ewald Lienen. Tätsächlich scheint die Euphorie nach den Demütigungen in der letzten Dekade dieses Jahrtausends mit dem Tiefpunkt des Bundesliga-Abstiegs 1998 ganz anders als gewohnt bislang nur die Fans befallen zu haben. Die Verantwortlichen wie auch Sportdirektor Hannes Linßen ("Das war Fußball vom Feinsten") nahmen das Wort Aufstieg nicht in den Mund.
Rückstand noch umgebogenZweimal lagen die Kölner durch Gegentore von Achim Weber (21.) und Hilko Ristau (53.) zurück und ließen sich nicht hängen. Der eigentlich schon aussortierte iranische Nationalspieler Khodadad Azizi (31.) und Neuzugang Markus Kurth mit zwei Abstauber-Toren (60./68.) drehten mit ihren Toren den Spieß noch herum. "Hier die Ruhe zu bewahren, ist nicht einfach. Die Älteren müssen darauf achten, den Jüngeren die Luft rauszulassen, wenn sie abzuheben drohen", sagte Kurth, der "Mann des Abends", der auch das Tor von Azizi auflegte. Gegen Tennis Borussia Berlin am kommenden Montag werden 40.000 Zuschaur erwartet. Der Trainer kennt die "kölsche Seele"Kölns Libero Dirk Lottner, aufgewachsen im Auge des Kölner Karnevals-Orkans, der Südstadt, sieht in Trainer Lienen die Schlüsselfigur: "Die Euphorie kommt nicht aus der Mannschaft. Es ist schön für die Fans, die dürfen sich freuen. Der Trainer findet für sie und für die Mannschaft aber die richtige Ansprache." In der Tat: Als Lienen in der vergangenen Saison noch als Beobachter im Müngersdorfer Stadion saß, hat er in vielen Gesprächen mit Anhängern bereits die kölsche Seele erforscht und um Geduld gebeten. Von Ulf Zimmermann und Christoph Fischer, sid - Fotos: dpa
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| Geändert am 14. September 1999 14:28 von sab | ||||||||||