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Zwei Siege: Hertha und BVB fast in der Champions-LeagueOhne Glanz die Pflicht erfülltTeplice/Berlin - Es war nicht der ganz große Fußball, den Borussia Dortmund und Hertha BSC Berlin auf dem Weg in die Champions-League praktizierten. Aber am Ende standen zwei Siege, die Millionen in der Königsklasse sind greifbar nah.
Der BVB feierten mit dem 1:0 (0:0) im Qualifikations-Hinspiel beim FC Teplice außerdem ebenso eine erfolgreiche Bundesliga-Generalprobe wie die Berliner. Die Hauptstädter meldeten sich nach 20 Jahren Abstinenz mit einem 2:0 (1:0) über Anorthosis Famagusta im europäischen Geschäft zurück. Möller überzeugteWährend im Olympiastadion Neuzugang Ali Daei als Torschütze und Wegbereiter der Matchwinner war, durfte sich in Nordböhmen besonders Andreas Möller als Sieger fühlen. Der 85-malige Nationalspieler agierte beim tschechischen Vizemeister statt im Angriff wieder auf seiner angestammten Position im Mittelfeld und bot dort eine gute Leistung. Möller genoß seinen kleinen Triumph anschließend mit einem Lächeln, das jeden Kommentar überflüssig machte. Trainer Michael Skibbe, der in den Vorbereitungsspielen auf einen Dreier-Sturm gesetzt hatte, meinte: "Ich muss zugeben, dass ihm das Spiel auf der angestammten Position sehr gelegen hat."
Dagegen blieb der 25-Millionen-Sturm mit Fredi Bobic und Viktor Ikpeba blass, wurde von BVB-Präsident Gerd Niebaum aber ausdrücklich in Schutz genommen. Gegen die defensiv eingestellten Gastgeber zählte im ersten Pflichtspiel nur die gute Basis, um am 25. August innerhalb von fünf Jahren zum vierten Mal die europäische Königsklasse zu erreichen. Tor durch NerlingerDurch das Tor von Christian Nerlinger in der 66. Minute begann die neue Saison für den Champions-League-Sieger von 1997 zudem so, wie die alte in Mönchengladbach geendet hatte: mit einem Auswärtssieg. "Die Ausswärtsschwäche ist aus den Köpfen. Jetzt können wir beruhigt nach Kaiserslautern fahren", meinte Routinier Jürgen Kohler. Röber nach dem "Wunschergebnis" erleichtertAuch Hertha-Trainer Jürgen Röber war vor allem über das Wunschergebnis erleichtert, denn spielerisch blieben seine Schützlinge vor dem Bundesliga-Auftakt am Sonntag gegen Hansa Rostock noch Vieles schuldig. Zum Glück gab es Ali Daei: Der Neuzugang aus München wuchtete das Leder schon nach 87 Sekunden mit dem Kopf ins Tor. Beim 2:0 staubte Michael Preetz (58.) nach einem weiteren Kopfball des Iraners ab, dessen Einsatz wegen einer Oberschenkelzerrung bis 24 Stunden vor dem Anpfiff fraglich gewesen war. "Ich wollte unbedingt spielen. Schließlich habe ich einen Monat auf diesen Abend hin trainiert", sagte Daei. Hertha-Kapitän Rekdal verletzt: Acht Wochen PauseDank ihres Torjäger-Duos sind die Hauptstädter in der Offensive wohl noch gefährlicher, defensiv drückt dagegen der Schuh. Kapitän Kjetil Rekdal erlitt gegen Famagusta einen Wadenbeinbruch und muß nach der dritten schweren Verletzung in diesem Bereich voraussichtlich acht Wochen pausieren. Außer dem Abwehrchef fällt auch Nationalverteidiger Marko Rehmer nach seiner Knieoperation wohl noch bis zum Herbst aus. An ein Ausscheiden auf Zypern verschwendet Röber dennoch keinen Gedanken: "Wir haben uns so hart durch gekämpft, da müssen wir die Möglichkeit einfach beim Schopf packen." Von Robert Semmler und Frank Berger, sid - Fotos: dpa
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| Geändert am 12. August 1999 14:21 von sab | ||||||||||