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VfB Stuttgart: Karl-Heinz Förster wird befördert

Gedankenspiele sollen Realität werden

Stuttgart - Karlheinz Förster und Hansi Müller sollen beim Fußball-Bundesligisten VfB Stuttgart im "Doppelpack" in die Chefetage: Förster auf den Posten des Sportdirektors, Müller auf die Direktorenstelle für Marketing- und Öffentlichkeitsarbeit - so die Gedankenspiele des VfB-Präsidenten Gerhard Mayer-Vorfelder.

Er bringt die Kicker auf Trab:
VfB-Coach Ralf Rangnick.

Allerdings räumt der Klub-Boss auch die Möglichkeit ein, für beide Stellen eine "externe, unspektakuläre Lösung" zu suchen. "Ich bin bereit, den Posten des Sportdirektors zu übernehmen", zeigt Teammanager Förster sein Interesse an dem neu-kreierten VfB-Job. Als "verlängerter Arm der Vorstandschaft" (Förster) arbeitet der zweimalige Vize-Weltmeister schon jetzt eng mit Trainer Ralf Rangnick zusammen. Für Förster spricht: VfB-Chef Mayer-Vorfelder ist angetan von der Entwicklung Försters als VfB-Teammanager: "Karlheinz hat eindeutig an Statur gewonnen." Erste Gespräche zwischen Mayer-Vorfelder und Förster hat es schon gegeben, mit positiver Tendenz.

Ex-Profi Förster kennt sich aus

Förster: "Ich weiß, dass meine Stärken auf dem sportlichen Terrain liegen." Und das kennt er aus dem Eff-Eff. In 272 Bundesligaspielen für den VfB Stuttgart, 130 Meisterschaftsspiele für Olympique Marseille und 81 Länderspielen für den DFB hat der Europameister von 1980 das Fußballgeschäft in 15 Profijahren hautnah miterlebt.

Auch der ehemalige VfB-Mittelfeld-Stratege Müller spielt in den Überlegungen von "MV" eine wichtige Rolle: "Er wäre eine Alternative für den Posten." Der 42-malige Nationalspieler hatte vor wenigen Wochen ein Angebot von Werder Bremen als Sportdirektor abgesagt. Auf den selben Posten hatte der "schöne Hansi" eigentlich in Stuttgart spekuliert und seine Bereitschaft allerorst hinausposaunt.

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Für die Meisterschaft gerüstet:
Im Pokal gewann der VfB in Norderstedt 3:0.

Eine Zusammenarbeit mit Müller kann sich Förster durchaus vorstellen. "Wir müssen in diesem Job keine Freunde sein. Viel wichtiger ist es, dass wir zusammen in Stuttgart etwas bewegen", sagte der Blondschopf. "MV" weist allerdings auf mögliche Reibungspunkte zwischen sportlicher Leitung und Geschäftsführung hin: "Die Schnittstellen müssen in Zukunft klar abgegrenzt werden."

Anfang Mai hatte Mayer-Vorfelder das neue Strukturmodell des Stuttgarter Traditionsvereins der Öffentlichkeit vorgestellt. Das sieht vor, dass neben der Position eines Direktors für Marketing- und Öffentlichkeitsarbeit auch die Stelle eines Sportdirektors besetzt werden soll. "Ulrich Schäfer und ich werden in Zukunft für Spielerverpflichtungen nicht mehr den Kopf hinhalten. Wir benötigen jemanden, der sich um die sportlichen Belange kümmert, am besten einen Ex-Nationalspieler", forderte der DFB-"Vize" und Liga-Präsident.

Entscheidungen sollen bis zum 6. Oktober fallen

Erste Erfolge sind festzustellen. Seit Försters Amtsantritt als Teammanager im Frühjahr 1998 sind unter dessen Regie keine "Reinfälle" mehr an den Neckar gelotst worden. Transfers wie die von Sasa Markovic oder Srgjan Zaharievski, bei denen die Spieler zum Teil über Video-Aufzeichnungen beurteilt wurden, soll es in Zukunft nicht mehr geben.

Bis zum 6. Oktober müssen die VfB-Granden eine Entscheidung getroffen haben. Dann nämlich soll das neue Strukturmodell bei der Mitgliederversammlung durch eine Satzungsänderung zur beschlossenen Sache erklärt werden.

Von Jörg Wacker, sid - Fotos: AP, Archiv

Geändert am 10. August 1999 13:31 von sab
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