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Beckenbauers Zick-Zack-Kurs hält anDer "Kaiser" sorgt für VerwirrungGuadalajara - Franz Beckenbauer sorgt mit seinem Zickzackkurs am Rande des Konföderationen-Cups in Mexiko weiter für Verwirrung.
Erst wollte der Vizepräsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) von einer Rücktrittsandrohung nichts mehr wissen, um dann erneut das vorzeitige Ende seiner Amtszeit beim DFB in den Raum zu stellen. "Ich gedenke, meine Arbeit zu einem guten Ende zu bringen. Diese Arbeit besteht darin, die WM 2006 nach Deutschland zu holen", erklärte der "Kaiser" in seiner Bild-Zeitungs-Kolumne. Was eigentlich nur bedeuten kann: Wenn der Internationale Fußball-Verbandes Fifa im Juli 2000 die Weltmeisterschaft 2006 vergeben hat, ist für Beckenbauer beim DFB Schluß. So oder so. Dafür spricht auch, daß der Präsident von Bayern München erneut unterstrich, daß er trotz seines Amtes als DFB-"Vize" immer auf der Seite der Vereine stehe.
Aufgrund dieses Interessenkonfliktes hatte Beckenbauer in Mexiko zunächst auch einen Rücktritt nicht ausgeschlossen, dementierte wenig später jedoch diese Absicht. So hätte er das doch nie gemeint: "Ich denke nicht an Rücktritt." Was jedoch nichts daran ändert, daß Beckenbauer auch künftig in die Zwickmühle geraten könnte. "Ich werde immer die Interessen der Klubs vertreten. Selbst dann, wenn die Konflikte eskalieren sollten", sagte er und bügelte schon einmal von vornherein mögliche Kritik ab: "Die Voraussetzungen waren vor meinem Amtsantritt bekannt. Wenn das jemanden nicht paßt, dann hätte er mich nicht wählen dürfen oder den Posten gleich anders besetzen müssen." Teilnahme in Mexiko verteidigtBeim Konföderationen-Cup hatte sich Beckenbauer jedoch gegen die Klub-Interessen gestellt und wegen der WM-Bewerbung für 2006 auf eine Teilnahme der deutschen Nationalmannschaft gedrängt. Diese Maßnahme verteidigte der "Kaiser" trotz der 0:4-Pleite gegen Brasilien noch einmal: "Allein die Tatsache, daß wir hier teilnehmen, hat uns bei der Fifa die Tür geöffnet. Ohne die Teilnahme hätten wir die Bewerbung sein lassen können." Entsprechend will Beckenbauer die deutsche WM-Bewerbung in Mexiko auch ins rechte Licht rücken. In Mexiko-Stadt versucht der Bayern-Präsident zusammen mit WM-Bewerbungs-Botschafter Karl-Heinz Rummenigge und Liga-Präsident Gerhard Mayer-Vorfelder, bei 13 Fifa-Exekutiv-Mitgliedern und Fifa-Boß Sepp Blatter Überzeugungsarbeit zu leisten. "Darin sehe ich meine Hauptaufgabe." Lediglich am Mittwoch wird Beckenbauer seine Mission in Mexikos Hauptstadt kurz unterbrechen, um sich in Guadalajara das zweite Gruppenspiel der DFB-Auswahl gegen Neuseeland anzuschauen. Von Thomas Niklaus und Berries Boßmann, sid - Fotos: dpa, Reuters
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| Geändert am 27. Juli 1999 14:21 von sab | ||||||||||