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Champions-League: Losglück für Hertha und Dortmund

"Königsklasse" ist greifbar nah

Genf - Die Fußball-Bundesliga kann mit vier Startern in der Champions League planen. Die beiden deutschen Qualifikanten Hertha BSC Berlin und Borussia Dortmund erhielten bei der Auslosung der dritten und entscheidenden Ausscheidungsrunde (11. und 25. August) vermeintlich leichte Gegner.

Grund zur Freude: Jürgen Röber

Beide Vereine haben damit beste Chancen, neben Meister Bayern München und "Vize" Bayer Leverkusen in der europäischen "Königsklasse" zu spielen. Berlin trifft entweder auf Zyperns Vertreter Anorthosis Famagusta oder das slowakische Team von Slovan Bratislava, während Dortmund gegen den tschechischen Vizemeister und Europacup-Neuling FK Teplice antreten muß.

"Lösbare Aufgabe"

"Das ist eine lösbare Aufgabe und nicht so schwer, wie wir befürchtet hatten. Wir hätten schließlich auch die Glasgow Rangers bekommen können", sagte Hertha-Coach Jürgen Röber im Trainingslager in Kaprun, schob aber gleich eine Warnung hinterher: "Wir müssen vorsichtig sein und dürfen nicht überheblich werden. Noch sind wir nicht in der Champions League." Um optimal vorbereitet zu sein, will der Hertha-Trainer die beiden Teams in ihren Zweitrunden-Spielen am 28. Juli und 4. August intensiv beobachten.

Auch im Lager des Bundesliga-Vierten Borussia Dortmund herrschte nach der Auslosung Freude. "Angesichts der möglichen Gegner wie Dynamo Kiew oder ZSKA Moskau bin ich zufrieden, vor allem damit, daß wir zuerst auswärts spielen", sagte Dortmunds Trainer Michael Skibbe im Trainingslager in Herzlake.

Olympiastadion muß umgerüstet werden

Die Berliner dagegen müssen zunächst im Olympiastadion antreten, das für diese Partie noch mit 30.000 Klappsitzen ausgestattet werden muß. Um für die lange umstritten gewesene "Nachrüstung" Zeit zu gewinnen, versuchten die Herthaner offenbar vergeblich, mit den möglichen Gegnern das Heimrecht zu tauschen. "Die Bereitschaft ist bei den beiden Klubs nicht allzu groß. Bratislava wollte sich darauf überhaupt nicht einlassen", berichtete Manager Dieter Hoeneß aus Genf.

Nicht nur für Dortmunds Trainer Skibbe ist Teplice ein unbeschriebenes Blatt: "Wir kennen die Mannschaft nicht, wissen nur, daß sie tschechischer Viezemeister ist." Manager Michael Meier warnte aber davor, die Tschechen auf die leichte Schulter zu nehmen. "Teplice gehörte im letzten Jahr zu den Überraschungen in der tschechischen Liga. Normalerweise machen da Slavia und Sparta Prag die Meisterschaft unter sich aus", sagte Meier. Dank der besseren Tordifferenz hatte Teplice Slavia Prag die mögliche Teilnahme an der Champions League Teilnahme weggeschnappt.

Schweres Los für Glasgow: Parma wartet

Außer Hertha und dem BVB sind noch weitere Deutsche im Rennen um die 16 noch freien Plätze in der erstmals 32 Mannschaften umfassenden Champions League. Das schwerste Los erwischen Stefan Klos und Jörg Albertz mit den Glasgow Rangers: Schottlands Rekordmeister bekäme es im Falle eines Zweitrunden-Sieges gegen Haka Valkeakoski (Finnland) mit Uefa-Cup-Sieger AC Parma zu tun.

Der frühere Bundesliga-Trainer Karlheinz Feldkamp träfe nach einem Erfolg gegen Hapoel Haifa (Israel) auf den FC Valencia. Nationalspieler Jörg Heinrich wartet mit dem AC Florenz auf den Sieger des Duells zwischen Liteks Lowetsch Sofia und Widzew Lodz. Rapid Wien mit den deutschen Profis Oliver Freund und Martin Braun würde im Falle eines Sieges über den FC Valletta (Malta) gegen Galatasaray Istanbul spielen. Franco Foda, Markus Schupp und Michael Bochtler treffen mit Österreichs Meister Sturm Graz auf Servette Genf.

von Thomas Straka, sid - Foto: Archiv

Geändert am 23. Juli 1999 15:08 von root
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