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Sonntag, 8. Jan. 06

Ärztliches Bulletin zu ScharonJeru­salem - Ärzte wollen den israe­lischen Regie­rungs­chef Ariel Scharon nach seinem schwe­ren Schlag­fan­fall von Montag an aus seinem künst­lichen Koma holen.

Ulla SchmidtBerlin - Bun­des­kanz­lerin Angela Merkel (CDU) und die SPD setzen bei der geplan­ten Gesund­heits­reform auf Kom­pro­miss.

Neu Del­hi/Pe­king/To­kio - Meter­hoher Schnee und unge­wöhn­liche Kälte lassen unzäh­lige Men­schen in Asien leiden: Mehr als 200 Men­schen ver­loren in Nordin­dien und Ban­gla­desch bei der seit knapp einem Monat andau­ern­den...

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Berlin - Hessens Minis­ter­prä­sident Roland Koch (CDU) ist im Streit über eine längere Nutzung der Kern­kraft vor­geprescht - er will sogar den Bau neuer Atom­kraft­werke grundsätz­lich offen halten.

Berlin - Ange­sichts diver­ser Streit­the­men haben die Spitzen der großen Koali­tion von Union und SPD Dis­ziplin und Fair­ness ver­langt. „SPD und Union sind bei Strafe ihrer eigenen Schwächung darauf ange­wie­sen...

Über 200 Kälte-Tote in Südasien

Neu Delhi/Peking/Tokio - Meterhoher Schnee und ungewöhnliche Kälte lassen unzählige Menschen in Asien leiden: Mehr als 200 Menschen verloren in Nordindien und Bangladesch bei der seit knapp einem Monat andauernden Kältewelle ihr Leben. Im Erdbebengebiet von Pakistan kämpfen die Obdachlosen weiter bei eisiger Kälte ums Überleben.

Kältewelle in Asien

Kälteeinbruch in Südasien: 22 Menschen erfroren allein in Bangladesch.

In China sind 220 000 Menschen durch die seit Tagen tobenden Schneestürme von der Außenwelt abgeschnitten, rund 100 000 Menschen mussten ihr Zuhause verlassen. Schneeberge ersticken auch in Japan das öffentliche Leben, dort fielen nach Angaben vom Sonntag seit Anfang Dezember 67 Menschen dem Unwetter zum Opfer.

In Bangladesch starben am Wochenende mindestens 22 Menschen durch die Kälte, darunter viele Kinder. Die Opfer waren zumeist obdachlos. Der Leiter der Rettungskräfte in der am schwersten betroffenen Region Rangpur, Muhammad Noor, sagte, 2000 Decken seien verteilt worden, es würden aber mehr benötigt. In der Hauptstadt Dhaka fielen die Temperaturen auf unter 12 Grad und damit deutlich unter den Normalwert für diese Jahreszeit. Und die Temperaturen sollen nach den Vorhersagen weiter sinken.

Auch Nordindien blieb fest im Griff der Kältewelle. Die indische Hauptstadt Neu Delhi erlebte am Sonntag mit nur 0,2 Grad am frühen Morgen den kältesten Tag seit 71 Jahren, teilte das Wetteramt mit. In Indien starben durch die Kälte bislang mehr als 180 Menschen. Im Erdbebengebiet Pakistans hatte schlechtes Wetter die Hilfe in der vergangenen Woche vorübergehend stark behindert. Im schwer zugänglichen Katastrophengebiet starben mehrere Menschen an den Folgen des Winters.

Über den Nordwesten Chinas fegen seit dem 29. Dezember Schneestürme hinweg, in einigen Gegenden fiel in den vergangenen Tagen ein Meter Schnee, die Temperaturen gingen nachts auf 43 Grad unter Null zurück. Betroffen ist vor allem die zentralasiatische Region Xinjiang, die an die Mongolei und Kasachstan grenzt. Insgesamt leiden hier 620 000 Menschen unter den Schneemassen, rund 6000 wurden durch das Wetter krank. Am schlimmsten trifft es Nomaden, deren Herden kein Futter mehr finden. Die Volksbefreiungsarmee wurde für Räum- und Bergungsarbeiten mobilisiert, wie die staatlichen Medien am Sonntag berichteten.

Auch die japanische Regierung setzte Soldaten ein, um den bedrängten Menschen im Norden des Landes zu helfen. Sie räumen Straßen für Rettungswagen frei und helfen vor allem Älteren, den Schnee von ihren Hausdächer zu fegen. In der Präfektur Aomori wurde ein 58 Jahre alter Mann neben seinem Haus unter einem zwei Meter hohen Schneehügel tot aufgefunden. Seit Beginn der starken Schneefälle wurden mehr als 1000 Menschen verletzt ins Krankenhaus gebracht.

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/06/01/08/news/t/rzo211397.html
Sonntag, 08. Januar 2006, 16:11 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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