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Mo 06.10.2003
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Silke Rottenberg wie einst Kahn: Torhüterin führt DFB-Elf ins WM-FinaleMangel an Arbeit hat abruptes Ende
Portland/Oregon - Lange hat Silke Rottenberg auf diesen Tag gewartet, im WM-Halbfinale schlug endlich ihre Stunde. Mit glänzenden Paraden und großartiger Übersicht bewahrte die Torhüterin der deutschen Frauenfußball-Nationalmannschaft am ihre Elf gegen Titelverteidiger USA ein- ums andere Mal vor dem drohenden Ausgleich und der möglichen Verlängerung. "In den ersten vier Spielen habe ich nicht viel zu halten gehabt, musste aber drei Mal den Ball aus dem Netz holen. Endlich konnte ich der Mannschaft etwas zurückzahlen und meinen Beitrag leisten", sagte die 31 Jahre alte Bundeswehrsoldatin überglücklich nach ihrem "Festtag". Schon beim Aufwärmen ein gutes Gefühl Mächtig gewurmt hatten die deutsche "Nummer eins" trotz des Erfolgs die bisherigen Partien der DFB-Elf. "Wenn man nie so richtig was zu tun bekommt, ist es enorm schwierig, ins Turnier zu finden", erläuterte Rottenberg, die sich wie erwartet gegen die offensiven Amerikanerinnen nicht über einen Mangel an Arbeit beklagen konnte. Schon in der ersten Hälfte machte sie drei Großchancen von Kristine Lilly, Mia Hamm und Abby Wambach zunichte, war als "Libero" ebenso im Bilde wie bei hohen Flanken. Auch nach dem Wechsel war sie der Turm in der Schlacht. Schon beim Warmmachen habe sie gespürt, dass es ihr Tag werden könnte: "Da habe ich einige gute Bälle gehalten." Sichtlich genoss Rottenberg sowohl die Auszeichnung zur "Spielerin des Spiels" als auch die Komplimente, die von allen Seiten auf sie herab prasselten. "Sie war überragend und hat uns vom Ausgleich abgehalten", sagte US-Trainerin April Heinrichs anerkennend. Und Bundestrainerin Tina Theune-Meyer schwärmte: "Silke hat alles heruntergepflückt und war einfach Weltklasse." "Hoffentlich mache ich im Finale keinen Fehler" Doch allein wollte die sympathische Athletin sich den Sieg über den Gastgeber nicht auf die Fahnen schreiben. "Es ist ein Erfolg des ganzen Teams, das sich das hart erarbeitet und verdient hat", sagte die gebürtige Euskirchenerin, die für den FCR Duisburg in der Bundesliga spielt und gegen die USA ihr 88. und vielleicht bestes Länderspiel bestritt. "Manchmal erwischt man eben einen guten Tag. Aber Glück gehört auch dazu." Auf den Vergleich mit Nationalkeeper Oliver Kahn angesprochen, der das Team von Rudi Völler vor einem Jahr mit großartigen Leistungen ins WM-Finale geführt hatte, zuckt sie ein wenig zusammen. "Ich hoffe nur, dass mir im Finale nicht auch ein entscheidender Fehler passiert. Wir wollen schließlich gewinnen.". Von Ulli Brünger, dpa - Foto: dpa |
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Zuletzt geändert am 6. Oktober 2003 11:33 von sab |
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