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Di 05.08.2003

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Transfer perfekt: Roy Makaay von La Coruna zu Bayern München

"Wir erwarten nur eines: Tore - mehr nicht"

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In München gelandet: Roy Makaay.

München - Der Poker hat ein Ende: Roy Makaay wird künftig für den FC Bayernn München auf Torejagd gehen - der teuerste Einkauf der Vereinsgeschichte drängt beim deutschen Fußball-Meister kurzfristig sogar Franz Beckenbauer in den Hintergrund.

Zwar hat der "Kaiser" nach langem Hin und Her seine Zusage gegeben, sich für weitere drei Jahre als Präsident des Vereins zur Verfügung zu stellen, doch derzeit gehört die Aufmerksamkeit beim FC Bayern fast auschließlich dem neuen Torjäger.

"Ich freue mich riesig, dass der Wechsel endlich geklappt hat", fasste Trainer Ottmar Hitzfeld die euphorische Stimmung beim Rekordmeister, der mit zwei wichtigen Personalentscheidungen an einem Tag die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft gestellt hat, zusammen. "Wir haben das Haus bestellt", sagte ein zufriedener Manager Uli Hoeneß, ehe er am Dienstagmittag mit der Mannschaft zum Freundschaftsspiel der Bayern nach Newcastle abhob.

17,7 Millionen Euro Ablöse

Am Montagabend hatte der Verhandlungsmarathon um Makaay, der bei Bayern das Trikot mit der Nummer 10 erhalten wird, endlich ein Ende gefunden. Der FC Bayern verständigte sich mit La Coruna nach Aussage von Hoeneß auf eine Ablöse zwischen "17,7 und 17,75" Millionen Euro. Der 28 Jahre alte Torjäger, nach dem Brasilianer Marcio Amoroso der zweitteuerste Transfer in der Bundesliga-Geschichte, absolvierte am Dienstag in München die obligatorische medizinische Untersuchung. Danach setzte er seine Unterschrift unter einen Vierjahresvertrag bis zum 30. Juni 2007.

Die Erwartungen an Makaay, der in der vergangenen Saison mit 29 Treffern Torschützenkönig der Primera Division wurde, sind sehr hoch. "Solch ein Spieler ist eine Bereicherung für Bayern und die ganze Bundesliga", sagte Beckenbauer. "Wir erwarten nur eines: Tore. Mehr nicht", meinte Hoeneß lapidar und schloss weitere Neuverpflichtungen aus: "Glauben sie, wir haben einen Geldscheißer?"

Einsatz gegen Hannover unwahrscheinlich

Wann Makaay, der in der vergangenen Champions-League-Saison vier Treffer gegen die Münchner erzielte hatte, erstmals das Bayern-Trikot tragen wird, ist noch offen. Ein Einsatz am Samstag in Hannover ist laut Hoeneß aber ausgeschlossen. Makaay müsse erst einmal auf die Transferliste, "außerdem glaube ich nicht, dass er schon in Topverfassung ist". Der 28-Jährige hatte erst vor zwei Wochen in La Coruna das Training aufgenommen.

Der FC Bayern war der Wunschverein von Makaay, der auch von Klubs aus Spanien (FC Valencia, FC Barcelona) und England - FC Chelsea hatte am Montag noch einmal 21 Millionen Euro geboten - umworben war. "Ich bevorzuge die Sicherheit und Stabilität, die mir ein Verein wie Bayern bieten kann", hatte der Angreifer bereits erklärt, bevor der Wechsel perfekt war. Die Bundesliga sei auch kein Schritt zurück, vielmehr lobte er seinen neuen Arbeitgeber: "Bayern spielt in der gleichen Klasse wie Real Madrid, Manchester United oder die italienischen Spitzenklubs."

Irritationen in der Führungsetage ausgeräumt

Der eine kommt, der andere bleibt: Nach einer Sitzung des Aufsichtsrats am Montag ist nun ebenfalls klar, dass Franz Beckenbauer im November erneut für das Amt des Präsidenten kandidieren wird. "Es gab Irritationen. Aber wir haben längst alles ausgeräumt. Unser Verhältnis stimmt wieder. Für die Identifikation des FC Bayern ist es, glaube ich, ganz gut, wenn ich weitermache", sagte Beckenbauer, gleichzeitig auch Vorsitzender des Aufsichtsrats, in der Bild-Zeitung.

"Es gibt kein größeres Aushängeschild für den FC Bayern als Franz Beckenbauer. Und in der Konstellation Beckenbauer, Rummenigge, Hoeneß und auch Karl Hopfner gibt es keine Führung auf der Welt, die stärker ist. Und mit dieser Führungsstärke werden wir auch in Europa wieder angreifen", kommentierte Hoeneß, der 2006 die Nachfolge von Beckenbauer als Präsident antreten soll, die Zusage des "Kaisers".

Von Thomas Niklaus und Christian Pfennig, sid - Foto: dpa


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Zuletzt geändert am 5. August 2003 08:48 von sab

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