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Fr 04.04.2003
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Tischtennis-EM: Boll, Roßkopf und Wosik stehen im ViertelfinaleDeutsches Trio auf MedaillenkursCourmayeur - Timo Boll strebt bei der Tischtennis-EM in Courmayeur der erfolgreichen Titelverteidigung entgegen. An einem insgesamt sehr positiven Tag für die deutschen Aktiven im Einzel gab sich der Weltranglistenerste gegen den Austro-Chinesen Chen Weixing (4:2) und den Ungarn Ferenc Pazsy keine Blöße und braucht im Viertelfinale am Samstag nur noch einen Sieg für eine Medaille.
Abgesehen vom "Europe Top 12"-Sieger gilt gleiches auch für Rekordnationalspieler Jörg Roßkopf (ebenfalls Gönnern), der nach sieben Jahren wieder in der Runde der besten Acht steht, und überraschend auch für den Frickenhausener Torben Wosik. "Noch einiges möglich" Chefbundestrainer Dirk Schimmelpfennig zog ein positives Zwischenfazit. "Wir hatten uns aufgrund der Auslosungen vorher einige Chancen ausgerechnet, die wir weitgehend auch überzeugend genutzt haben. Für uns ist jetzt noch einiges möglich", meinte der Coach und verwies stolz auf das mit drei Viertelfinalisten beste EM-Ergebnis deutscher Herren im Einzel in der EM-Geschichte. Allerdings trübte im Damen-Doppel das Achtelfinal-Aus der Medaillen-Anwärterinnen Struse/Elke Wosik (Busenbach) die Bilanz. Wosiks Ehefrau war am Freitag im Achtelfinale bis zum Abend auch der einzige Einzel-Ausfall im deutschen Lager. Österreicher Schlager überrraschend ausgeschieden Die frühere EM-Dritte befand sich allerdings in guter Gesellschaft: Auch für den an Nummer zwei gesetzten Österreicher Werner Schlager bei den Herren sowie die Weltranglistensechste Mihaela Steff (Rumänien) und die an Position drei und vier gesetzten Ungarinnen Csilla Batorfi (gegen Stumper) und Krisztina Toth sind die Einzel-Turniere bereits gelaufen. Boll hakte nach dem Sprung in die Runde der besten Acht, wo der deutsche Meister auf den Dänen Michael Maze trifft, seine ersten Satzverluste im Einzel-Turnier gegen Abwehrspezialist Chen schnell ab. "Das war ein hartes Stück Arbeit, zumal ich anfangs einen stechenden Schmerz im Arm gespürt habe. Später habe ich aber nichts mehr gemerkt. Das Wichtigste war, dass ich gewonnen habe. Gegen Pazsy lief es dann auch schon viel besser." Für die entscheidende Phase sieht sich der Champion gerüstet: "Meine Form ist gut, und ich kann mich bestimmt noch steigern." Roßkopf: "Fast schon sensationell" Zufrieden war natürlich auch Roßkopf: "Bei einer EM unter die letzten Acht zu kommen, ist für mich fast schon sensationell." Der lange verletzt gewesene Europameister von 1992 stufte seine Erfolge gegen den Österreicher Karl Jindrak (4:2 nach 0:2-Rückstand) und den Slowenen Bojan Tokic (4:3) hoch ein. Noch zufriedener durfte allerdings Torben Wosik nach seinem Achtelfinal-Coup gegen den Weltranglistenzehnten Zoran Primorac (Kroatien/4:3 nach 0:3) sein. Auch bei den Damen überwogen die positiven Eindrücke. Dabei sorgte Laura Stumper durch ihr 4:2 gegen Ex-Europameisterin Csilla Batorfi für eine leichte Überraschung, auch wenn die 18 Jahre alte Nummer 119 der Weltrangliste gegenüber der 86 Positionen höher eingestuften Weltklasse-Spielerin aufgrund ihres Spielsystems leichte Vorteile besitzt. "Ich bin wahnsinnig glücklich, so ein wichtiges Spiel gewonnen zu haben", sagte das große Talent nach dem bislang größten Erfolg. Von Florian Remark, sid - Foto: dpa |
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Zuletzt geändert am 4. April 2003 17:08 von sab |
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