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Fr 04.04.2003
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Kölner Haie im DEL-Finale - Packendes 3:2 gegen Mannheimer AdlerFür Zach gibt es noch nichts zu feiernKöln - Erstmals seit neun Jahren steht Hans Zach wieder im Finale um die deutsche Eishockey-Meisterschaft, doch der Jubel hielt sich beim Bundestrainer in Grenzen.
"Es wird noch nicht gefeiert", stellte der Chefcoach des Titelverteidigers Kölner Haie nach dem Einzug in die Endspielserie der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) fest: "Wir schauen jetzt vorwärts und bereiten uns gut auf das Finale vor." Zuletzt hatte der "Alpenvulkan" 1994 mit der Düsseldorfer EG die Endspiele erreicht, dann aber gegen Hedos München in nur drei Partien verloren. Dave McLlwain als Matchwinner Das soll nicht nochmal passieren; vielmehr hat Zach die Wiederholung seines Triumphes von 1993 im Visier, als er mit der DEG seinen dritten Titel als Trainer in Folge und seine fünfte Meisterschaft insgesamt gewann. "Wir sind noch nicht am Ende unseres Weges angelangt", stimmte Torhüter Chris Rogles seinem Coach nach dem 4:3-Sieg nach Verlängerung im Halbfinalkrimi gegen Vizemeister Adler Mannheim zu. Dave McLlwain hatte in der 73. Minute den dritten Kölner Sieg in der "best of five"-Serie und damit den elften Finaleinzug des achtmaligen Meisters seit Einführung der Playoffs 1981 perfekt gemacht - Rekord im deutschen Eishockey. "Ein Riesenspiel für die Zuschauer" "Es war ein Riesenspiel für die Zuschauer, ein unglaublicher Fight", meinte Zach nach den nervenaufreibenden 73 Minuten vor 16. 665 begeisterten Fans in der Kölnarena. DEL-Rekordmeister Mannheim hatte nach den Toren von Rene Corbet (4.) und Andy Roach (25.) schon wie der sichere Sieger ausgesehen, ehe Robert Hock (35.) und Mickey Elick (38.) mit einem Doppelschlag innerhalb von 144 Sekunden für den Ausgleich sorgten. Nationalspieler Tino Boos (56.) brachte die Haie erstmals in Führung, doch Ilja Worobjew (58.) erzwang die Verlängerung. "Wir waren disziplinierter und hatten den größeren Willen", befand Kölns Nationalspieler Andreas Renz, der einen Schlag auf seine bereits zuvor gebrochene Nase hatte einstecken müssen: "So sind die Playoffs, da geht es ums Überleben, Mann gegen Mann. Für die Zuschauer gibt es doch nichts Schöneres." Auch der Verteidiger hatte den 28. Sieg im 41. Playoff-Duell mit dem Dauerrivalen Mannheim schnell abgehakt: "Wird sind jetzt erst Vizemeister, aber der zweite Platz bringt nichts. Wir sind heiß und wollen den Titel gewinnen." Mannheim am Ende als fairer Verlierer Am Ende doch noch als faire Verlierer zeigten sich die Mannheimer Adler. "Das war fantastisches Eishockey, genau so sollte ein Playoff-Spiel sein. Der Bessere sollte gewinnen", sagte der Ex-Kölner Todd Hlushko, blickte aber noch einmal auf die ersten beiden Partien der Serie (2:3, 3:5) und den Skandal um Profi-Schiedsrichter Petr Chvatal zurück: "In den ersten beiden Spielen hatten wir keine Chance, die hat der Referee entschieden. Er gehört nicht in diese Liga, das ist meine Meinung." Chvatal, der die Adler ihrer Ansicht nach benachteiligte, soll am Sonntag gesagt haben: "Solange ich pfeife, gewinnt Mannheim nicht mehr." Laut eigener Darstellung wurde der Unparteiische in der Kabine von Adler-Gesellschafter Dietmar Hopp beschimpft, ein Schiedsrichterbeobachter von Fans attackiert. "Eine Unachtsamkeit und die Saison ist vorbei" Hopp hatte daraufhin Konsequenzen für Chvatal gefordert und mit dem Rückzug aus der DEL gedroht. Eine Drohung, die am Donnerstagabend auch Geschäftsführer Matthias Binder wiederholte: "Wenn die Aussage nachgewiesen wird und es keine Konsequenzen gibt, dann muss man sich fragen, ob die DEL noch die richtige Plattform für uns ist." Trainer Bill Stewart, der sich zu Chvatal nicht mehr äußern wollte, lobte indes Schiedsrichter Willi Schimm: "Gratulation, er hat einen hervorragenden Job gemacht. Er hat die beiden Mannschaften entscheiden lassen." Auch Binder attestierte dem 36-Jährigen eine "sehr gute Leistung". Das Halbfinalaus des fünfmaligen Meisters akzeptierte der Adler-Geschäftsführer denn auch sportlich fair: "Eine Unachtsamkeit und die Saison ist vorbei. Das ist natürlich bitter. Aber man muss die Leistung der Kölner anerkennen, sie waren auf den Punkt topfit." Von Thomas Lipinski, sid - Foto: dpa |
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Zuletzt geändert am 4. April 2003 15:21 von sab |
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