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Rückspiele im Uefa-Cup: VfB bläst zur Aufholjgad, Hertha will mauern

Magaths "Rasselbande" vor Reifeprüfung

Stuttgart/Porto - Der VfB Stuttgart bläst zur torreichen Aufholjagd, Hertha BSC Berlin will sich den Sprung ins Viertelfinale des Uefa-Cups mit allen Mitteln "ermauern": Das Bundesliga-Duo geht trotz konträrer Ausgangspositionen voller Zuversicht in die Achtelfinal-Rückspiele.

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Letzte Instruktionen: VfB-Trainer Magath und Spielmacher Krassimir Balakov.

"Ich finde es gut, dass alle fest an unser Weiterkommen glauben", erklärte Stuttgarts Trainer Felix Magath vor dem Duell gegen den schottischen Meister Celtic Glasgow am Donnerstag (19.30 Uhr/ARD). Der 49-Jährige warnt aber nach dem 1:3 im Hinspiel gleichzeitig vor Übermotivation seiner "jungen Wilden" vor 50.600 Zuschauern im ausverkauften Gottlieb-Daimler-Stadion: "Nur wenn wir alle zu Höchstform auflaufen, können wir es schaffen. Wir werden Celtic nicht im Vorbeigehen bezwingen."

Stevens: "Die Null muss stehen"

Sein Berliner Kollege Huub Stevens fordert nach dem mühevollen 3:2-Sieg der Hertha im Hinspiel gegen Boavista Porto eine sattelfeste Deckung: "Die Null muss stehen. Wir dürfen Boavista kein Tor schießen lassen", meint der Niederländer vor der zweiten Partie am Donnerstag im "Estadio da Bessa" (21.30/live in der ARD).

Stuttgart ohne Stamm-Defensivkräfte

Für die Stuttgarter stehen die Vorzeichen vor dem 16. Europacup-Auftritt in der laufenden Saison alles andere als ideal. Neben der kompletten Innenverteidigung mit Fernando Meira und Marcelo Bordon fehlt in Silvio Meißner (alle gesperrt) eine weitere Defensivsäule. Doch insbesonders die Erfolge in der Bundesliga mit der Festigung des dritten Tabellenplatzes und der Champions-League-Qualifikation vor Augen haben bei Magaths "Rasselbande" Euphorie ausgelöst.

"Glasgow kann kommen. Wir haben schon im Hinspiel bewiesen, dass wir trotz der 1:3-Niederlage die Qualität haben, gegen Celtic zu bestehen", betonte Kevin Kuranyi, der sich vier Tage vor der schottischen Reifeprüfung mit seinen Bundesliga-Saisontreffern elf und zwölf gegen Borussia Mönchengladbach (4:0) "warm" schoss. 5500 schottische Fans wollen ihre "Kleeblätter" in der Schwabenmetropole unterstützen.

Viertelfinale gegen Liverpool schon im Hinterkopf

Zunächst gilt die Konzentration noch Celtic, doch vermutlich träumen Magaths Überraschungself sowie die VfB-Führungsetage insgeheim schon vom möglichen Viertelfinale gegen den FC Liverpool, der sein Hinspiel beim AJ Auxerre (1:0) gewonnen hat. Das Duell mit dem Team um Nationalspieler Dietmar Hamann würde dem finanziell nicht auf Rosen gebetteten VfB (16,6 Millionen Euro Verbindlichkeiten) Einnahmen von mehr als 3 Millionen Euro bescheren.

Warnungen des Trainers in den Wind geschlagen

Die Hertha will sich mit ihrer konservativen Mauertaktik die Viertelfinal-Millionen sichern. In den Auswärtspartien in Aberdeen, Nikosia und Fulham kassierte die Abwehr um den seit Wochen formstarken Keeper Gabor Kiraly in 270 Minuten keinen Gegentreffer. Stevens sieht seine Hauptaufgabe derzeit darin, seine Mitarbeiter davor zu schützen, den Gegner zu unterschätzen.

"Ich hatte schon vor dem Hinspiel gewarnt, dass Boavista eine sehr gute Mannschaft ist. Die sind ein kompakter und unangenehmer Gegner, aber keiner hat auf mich gehört", klagte Stevens, der auf Marko Rehmer (Muskelfaserriss) und Andreas Schmidt (Fieber) verzichten muss. Allein die körperliche und mentale Frische fehlte zuletzt bei vielen Stammspielern. Stevens erteilte solchen Ausreden eine Absage: "Profis müssen drei Spiele pro Woche wegstecken." Für den Bundesliga-Sechsten wäre das Viertelfinale der größte internationale Erfolg nach dem Uefa-Cup-Halbfinale 1978/79 gegen Roter Stern Belgrad.

Von Christian Sachs und Ulrike Weinrich, sid - Foto: dpa


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Zuletzt geändert am 26. Februar 2003 14:32 von sab

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