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WM-Entscheidungen der Sprinter - Angerer Vierter, Sachenbacher Fünfte:

Claudia Künzel stürmt zu Silber

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"Schlecht gefühlt und Silber gewonnen": Claudia Künzel.

Val di Fiemme - Erst riss Claudia Künzel nach ihrem Sturmlauf zu WM-Silber völlig erschöpft die Arme nach oben, dann stieß Tobias Angerer als medaillenloser Vierter frustriert den Skistock in den Schnee.

Während sich Marit Bjoergen (Norwegen) und Thobias Fredriksson (Schweden) zu den Sprint-Königen von Val di Fiemme krönten, bekam die in ihrer Spezialdisziplin auf Platz fünf abgestürzte Olympiazweite Evi Sachenbacher Ärger mit ihrem Bundestrainer. Mit nunmehr zweimal Gold und dreimal Silber haben die deutschen Langläufer dennoch bereits jetzt das beste WM-Resultat aller Zeiten von 1974 eingestellt.

"Das ist eigentlich ziemlich perfekt"

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Tobias Angerer landete auf Platz vier: "Ich habe hier das Pech gepachtet."

"Das ist eigentlich ziemlich perfekt. Ich habe mich schlecht gefühlt und Silber gewonnen", meinte Künzel und bildete mit den jubelnden deutschen Teamkolleginnen um Sachenbacher ein Freudenknäuel: "Der Erfolg ist mehr wert als bei Olympia. Damals haben wir alle überrascht, diesmal hat von uns jeder etwas erwartet und wir haben dem Druck standgehalten." Ein Jahr, nachdem sie bei Olympia noch unglückliche Sprint-Vierte geworden war, schaffte die 25-Jährige Hobbymalerin endlich ihre zusätzlich mit 15.000 Euro versüßte erste Einzel-Medaille.

Die schon im ersten Anstieg des Finals davongestiefelte Bjoergen konnte Künzel erwartungsgemäß nicht stoppen, aber im Sprint um Silber ließ sie Hilde Pedersen (Norwegen) keine Chance: "Ich bin um mein Leben gerannt." Nach ihrem Weltmeistertitel mit der Staffel zog die zurückhaltende Oberwiesenthalerin damit in der WM-Medaillenbilanz mit Sachenbacher gleich.

Angerer im Final-Sprint ohne Medaillenchance

Eine knappe Viertelstunde später nahm Künzel ihren Kollegen Angerer in die Arme und gab ihm einen Kuss. "Ich habe hier das Pech gepachtet. Ich hatte mir eine Medaille fest vorgenommen und bin wahnsinnig frustriert. Erst durfte ich die Staffel nicht mitlaufen und jetzt werde ich nur Vierter", meinte der Staffel-Olympiadritte aus Vachendorf. Der Mann mit einer Katze namens "Tarzan" machte im Viertelfinale und Halbfinale taktisch alles richtig, hatte dann aber im Final-Sprint keine echte Medaillenchance. Fredriksson gewann überlegen vor Haavard Bjerkeli und Titelverteidiger Tor Arne Hetland (beide Norwegen).

Behle freute sich "gigantisch"

Bundestrainer Jochen Behle freute sich "gigantisch" über Künzel, ärgerte sich aber wahnsinnig über die taktische Fehlleistung seiner Goldfavoritin Sachenbacher im Halbfinale: "Dümmer kann man sich nicht anstellen. Erst verschenkt Evi im Viertelfinale unnötig Kraft, dann macht im Halbfinale sie beim Anstieg einen derartigen Schnitzer." Auf Platz eins liegend wählte Sachenbacher die falsche Spur, fiel auf Rang vier zurück und verpasste das ersehnte Finale. Der Sieg im kleinen Finale war ein schwacher Trost.

Sachenbacher: "Nicht den richtigen Kampfgeist gefunden"

"Ich habe einfach nicht den richtigen Kampfgeist gefunden. Ich habe mich nur lala gefühlt und hatte schwere Beine", meinte Sachenbacher. Nach Staffel-Gold und Silber im Skiathlon platzte damit ihr Traum, als erste deutsche Langläuferin der Geschichte drei Medaillen bei einer WM zu gewinnen. Stefanie Böhler (Ibach) und Staffel-Weltmeisterin Manuela Henkel (Oberhof) scheiterten hauchdünn im Viertelfinale und belegten die Plätze zehn und elf. Staffel-Silbergewinner Rene Sommerfeldt (Oberwiesenthal) verpasste als 19. der Qualifikation genauso den Sprung ins Viertelfinale wie Andreas Stitzl (Bergen/23.) und Dirk Klessen (Oberhof/26.).

sid - Fotos: dpa


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Zuletzt geändert am 26. Februar 2003 19:39 von aj

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