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Mi 12.02.2003
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St. Moritz: Bode Miller nach Kombi-Sieg auch im Riesenslalom vornUS-Boy krönt sich zum WM-König
St. Moritz - Bode Miller ist der Superstar der alpinen Ski-Weltmeisterschaft in St. Moritz. Der 25-jährige US-Amerikaner gewann nach Kombinations-Gold und Silber im Super-G auch den Titel im Riesenslalom. Miller lag in 2:45,93 Minuten 3/100 Sekunden vor dem Österreicher Hans Knauss. Der Schladminger hatte nach dem ersten Lauf noch geführt und wurde wieder einmal bei einen Großereignis knapp geschlagen. 4/100 Sekunden zurück wurde Millers Landsmann Schlopy Dritter. "Zwei Amerikaner auf dem Podium, das ist unglaublich", sagte Miller, der wie bereits in der WM-Kombination von Rang vier ganz nach vorne fuhr. Noch eindrucksvoller war die Leistung seines WG-Partners Schlopy, der sich vor 27 000 Zuschauern vom 23. auf den dritten Platz verbesserte. "Das war der Lauf meines Lebens", strahlte Schlopy. Olympiasieger Stephan Eberharter (Österreich) auf Platz 23 und Titelverteidiger Michael von Grünigen (Schweiz) als Siebter konnten in ihrem letzten WM-Rennen nicht mehr in die Entscheidung eingreifen. Beide fielen nach guten ersten Lauf wie viele andere im Final-Durchgang noch zurück. "
Ertl schied im ersten Durchgang aus Die deutschen Nachwuchsfahrer sollten bei ihrer ersten WM Erfahrungen sammeln und mussten erwartungsgemäß noch einiges Lehrgeld bezahlen. Christian Wanninger (Reichertshofen) wurde mit 7,56 Sekunden Rückstand auf Miller 34., Felix Neureuther (Partenkirchen) fuhr als 35. ins Ziel. Routinier Andreas Ertl (Lenggries), der sich nach guten Weltcup-Resultaten eine Platzierung unter den besten zehn als Ziel gesetzt hatte, schied nach mehreren Fahrfehlern im ersten Durchgang aus. "Das war ein Ski-Krampf" Felix Neureuther war nach dem ersten Durchgang nicht zufrieden. "Das waren so viele Fehler, das kann man gar nicht zählen. Das war nicht Ski fahren, das war ein Ski-Krampf", meinte der 18-Jährige Sohn der deutschen Ski-Legenden Rosi Mittermaier und Christian Neureuther selbstkritisch. "Es wäre wesentlich mehr drin gewesen." Immerhin war Felix erfolgreicher als Papa Christian. Der heutige ARD-Experte war 1974 in St. Moritz als Mitfavorit im Slalom ausgeschieden. Mammut-Feld mit 127 Fahrern Mit 127 Fahrern ging ein Mammutfeld im Riesenslalom an den Start, darunter Ski-Exoten aus Algerien, Libanon oder dem Senegal. Um die Piste für den Finallauf rechtzeitig präparieren zu können, musste der erste Durchgang um eine halbe Stunde vorverlegt werden. "Bei 127 Athleten sind wir sicherlich an der Grenze, um ein Rennen gescheit durchzubringen", sagte FIS-Renndirektor Günter Hujara. Der Deutsche ist hin- und hergerissen zwischen organisatorischen Zwängen und dem Willen des Weltverbandes, jedem seiner 102 Mitgliedsländer eine WM-Teilnahme zu ermöglichen. Mit Start-Abständen von nur 40 Sekunden wurden die Läufer mit höheren Startnummer auf die Piste gelassen. Hujara nahm mögliche Verzögerungen gelassen: "Wenn einer stürzt, müssen wir ihn eben mit dem Lasso einfangen." Von Marc Zeilhofer und Arne Richter, dpa - Fotos: dpa |
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Zuletzt geändert am 12. Februar 2003 14:47 von sab |
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