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Mo 30.12.2002
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Handball: Magdeburg stoppt mit 43:30-Sieg Alleingang des TBV Lemgo"Unbezwingbare" zeigen ungewohnte SchwächenDie Handball-Bundesliga schickt Dankesgrüße an die Börde: Rechtzeitig zum Jahreswechsel hat der SC Magdeburg Dank des 43:30-Erfolges gegen die "Unbezwingbaren" des TBV Lemgo das restliche Fünkchen Hoffnung auf einen spannenden Titelkampf am Leben erhalten. Vor der knapp eineinhalb Monate dauernden WM-Pause ist der Vorsprung der Ostwestfalen auf vier Punkte geschmolzen, Champions-League-Sieger Magdeburg und die SG Flensburg-Handewitt liegen in Lauerstellung.
Die Verfolger machen aber (noch) in Understatement. "Es ist natürlich eine wunderbare Sache, gegen Lemgo zwei Punkte zu holen, aber sie haben immer noch vier Punkte Vorsprung", sagte Magdeburgs Trainer Alfred Gislason, der seiner Mannschaft großes Lob zollte: "Es hat heute einfach alles geklappt. Von den Torhütern über die Deckung bis hin zum Tempospiel waren alle topfit." Flensburg hat wieder Hoffnung Flensburgs Trainer Erik Veje Rasmussen fiel nach dem 29: 23-Erfolg seines Teams in Wetzlar und der anschließenden ersten Saisonpleite des TBV ein dicker Stein vom Herzen. "Jetzt, wo Lemgo das Verlieren scheinbar wieder gelernt hat, ist unsere Zufriedenheit natürlich noch ein bisschen größer", sagte Rassmussen und hofft auf den Beginn der großen Aufholjagd im neuen Jahr. Tempo-Handball mit überragender Trefferquote Vor 8000 Zuschauern in der Magdeburger Bördelandhalle schlugen die Gastgeber die bis dato 20-mal in Folge siegreichen Lemgoer mit deren ureigenen Waffen: Tempo-Handball, der die Zuschauer von ihren Sitzen riss, schnelle Kombinationen über die Außen und vor allem im zweiten Abschnitt eine überragende Trefferquote. "Geistige Frische hat gefehlt" "Es gibt keinen Zweifel, dass Magdeburg verdient gewonnen hat. Ich bin sehr enttäuscht, denn wir sind hierher gefahren, um zu gewinnen. Aber wir haben in der ersten Halbzeit einfach zu viele Fehler in der Abwehr gemacht", meinte Lemgo-Coach Volker Mudrow, mit 33 Jahren jüngster Bundesliga-Coach. Während sich der SCM in einen Rausch spielte, fehlte Lemgo nach den Erfolgen der letzten Wochen laut Mudrow die "geistige Frische". Die sechs Nationalspieler des TBV wurden nach der Pleite in einen Kurzurlaub entlassen. Auch für Stefan Kretzschmar, der nach der bitteren 31: 32-Pleite beim HSV Hamburg am 16. Spieltag die Magdeburger Titelträume bereits ins Reich der Fabeln verwiesen hatte, schöpfte nach dem "unglaublichen Erlebnis" (Gislason) gegen Lemgo wieder neue Hoffnung. "Wenn wir heute verloren hätten, wäre die Meisterschaft auf jeden Fall weg gewesen", sagte der Nationalspieler. Von Marc Schmidt, sid - Foto: dpa |
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Zuletzt geändert am 30. Dezember 2002 14:07 von sab |
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