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Mo 23.12.2002
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Van Almsick, Hannawald und Fußballer "Sportler des Jahres" 2002Franzi träumt von Olympia-Gold in Athen
Am Ende der großen Fete im mondänen Kurhaus zu Baden-Baden hatten alle nur einen Wunsch: stressfreie Weihnachten zuhause im Kreis der Familie. Mit der 56. Proklamation der Sportler des Jahres fand ein an Höhepunkten reiches Sportjahr 2002 sein feierliches Ziel. Franziska van Almsick, zum dritten Mal Sportlerin des Jahres und nach fünf Titeln bei den Schwimm-Europameisterschaften in Berlin wieder zurück in der absoluten Weltelite, gab in Baden-Baden zu: "Nach den Enttäuschungen der Vergangenheit wollte ich mehrmals aufgeben. Ohne den Rückhalt durch mein privates Umfeld hätte ich es nie gepackt. Der Wille, nach den Rückschlagen wieder aufzustehen, war dann letztlich größer als der Wille, aufzuhören." Nun wird sie bis zu den Olympischen Spielen 2004 in Athen weitermachen: "Gold ist ein großer Traum von mir, es werden meine vierten Olympischen Spiele sein." "Erst durch olympisches Gold unsterblich" Klaus Steinbach, ehemaliger Meisterschwimmer und Präsident des Nationalen Olympischen Komitees, lobte: "Ich habe größten Respekt vor ihrer Leistung, aber unsterblich wird sie erst durch olympisches Gold, das Claudia Pechstein und Kati Wilhelm schon gewonnen haben." Die 24 Jahre alte Berlinerin hatte bei der Wahl der deutschen Sportjournalisten die Einschnellläuferin und die Biathletin auf die Ränge zwei und drei verwiesen. Auch Sven Hannwald, der sich mit Siegen bei allen vier Einzelspringen der Vierschanzen-Tournee unsterblich machte und nach der Wahl zum Sportler des Jahres von seinen Kollegen und Trainer Reinhard Heß begeistert abgeklatscht wurde, dachte nach seinem erstem Triumph der neuen Weltcup-Saison in Engelberg und der Wahl in Baden-Baden nur noch an stressfreiere Zeiten: "Ich freue mich auf die Ruhe der Feiertage im Kreis der Familie." Sonderpreis für Kombinierer Marco Baacke Jungstar Marko Baacke aus Ruhla, nach schwerem Sturz und Notoperation wieder zurück auf dem Weg in die Elite der nordischen Kombination, wurde mit dem mit 12.500 Euro dotierten Sparkassen-Preis für außergewöhnliche Leistungen ausgezeichnet: "Es tut gut, nach schweren Zeiten wieder in Baden-Baden unter den ganz Großen des Sports zu sein." DFB-Teamchef Rudi Völler, mit DFB-Präsident Gerhard Mayer-Vorfelder, Bundestrainer Michael Skibbe und Borussia Dortmunds Nationalspieler Christoph Metzelder nach Baden-Baden gekommen: "Es war ein gutes Jahr, aber schon bald steht die EM-Qualifikation an. Dann zählen die Erfolge der Vergangenheit nicht mehr." Lebensgefährte Kretzschmar: "Sie hat es allen gezeigt" Die Vize-Weltmeister verwiesen in der Mannschaftswertung das Basketball-Nationaltem und die Skispringer auf die Plätze. Die meisten Profis weilen schon im Urlaub, Metzelder erschien mit dickem Verband an der linken Hand. Völler: "Aus Rücksicht auf die Nationalmannschaft und Borussia Dortmund hat er die Operation bis in die Weihnachtstage verschoben. Vorbildlich." Franziska van Almsick fühlte sich im Kurhaus sichtlich wohl. "Es fühlt sich gut an, unter Sportlern zu sein als unter anderer Prominenz. Hier bin ich zuhause." Und den Frieden mit den Journalisten machte sie auch: "Ich gebe zu, in Berlin auch mit Wut im Bauch gegen einige Journalisten geschwommen zu sein, weil mir einige gar nichts mehr zugetraut haben. Aber ich habe mich mit der Presse arrangiert. Ich bin von den Journalisten wegen meiner sportlichen Leistung ausgezeichnet worden, das ist das wichtigste für mich." Freund Stefan Kretzschmar, der in der Handball-Bundesliga mit dem SC Magdeburg zum selben Zeitpunkt den TV Großwallstadt beim 29:24 mit 13 Treffern fast um Alleingang schlug, meinte via Schaltkonferenz: "Sie hat es allen gezeigt, vor allem den Zweiflern der Presse." NBA-Star Nowitzki grüßte via Bildschirm Sven Hannwald wollte von der neuen Vierschanzen-Tournee noch nichts wissen: "Man kann einen erneuten Erfolg nicht planen, schon gar nicht vier Siege in allen vier Springen. Ich brauche vor allem Ruhe, um die neue Tournee angehen zu können." Und Christoph Metzelder war froh, andere Sportler gesehen und kennengelernt zu haben: "Wir sind ja vollkommen auf den Fußball konzentriert. Aber natürlich habe ich die Erfolge von Franziska van Almsick und von Sven Hannwald bewundert. Die Leute dann persönlich zu treffen in Baden-Baden, ist toll." Formel-1-Weltmeister Michael Schumacher war nicht in Baden-Baden, auch Basketball-Star Nowitzki, bei der Wahl Zweiter vor Schumacher, konnte wegen der laufenden NBA nicht nach Deutschland kommen und grüßte via Bildschirm: "Ich wäre gerne bei Euch, aber mein Job lässt das nicht zu." Von Christoph Fischer, sid - Foto: dpa |
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Zuletzt geändert am 23. Dezember 2002 09:30 von sab |
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