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So 15.12.2002
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6. Kurzbahn-EM in Riesa - Poewe Gold - Deutschland beste NationRupprath und DSV im Medaillenrausch
Riesa - Deutschlands Schwimmer im Medaillenrausch: Angeführt von seinem Gold-Jungen Thomas Rupprath feierte das Team des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV) bei der 6. Kurzbahn-EM in Riesa das erfolgreichste Abschneiden seit Sheffield 1998 (23 Medaillen) und bestätigte eindrucksvoll seine Position als Nummer eins auf dem Kontinent. Am Schlusstag avancierte der überragende Rupprath über 100 m Schmetterling mit seinem dritten Einzel-Gold zum erfolgreichsten Teilnehmer. Der DSV, für den Sarah Poewe über 100 m Brust gleich bei ihrem Nationalteam-Debüt in deutscher Rekordzeit von 1:06,67 Minuten einen Titel gewann, bilanzierte 22 Medaillen (7/7/8). Am Ende schwammen Rupprath und die 4x50-m-Freistilstaffel in 1:27,27 Minuten zwar an den Medaillen vorbei, aber für Rupprath blieben 5000 Euro Prämien und eine 2600 Euro teure Uhr. "2002 markiert Meilenstein in Geschichte des deutschen Schwimmsports"
"Die Anzahl überrascht", meinte DSV-Cheftrainer Ralf Beckmann, der den beiden diesjährigen Europameisterschaften im eigenen Land historische Dimensionen beimaß: "2002 markiert einen Meilenstein in der 116jährigen Geschichte des deutschen Schwimmsports", bilanzierte Beckmann: "Das passt uns zur Halbzeit im olympischen Zyklus ganz gut. Den Schwung wollen wir bis Athen 2004 mitnehmen." Bereits bei den Langbahn-Titelkämpfen in Berlin hatte sich Deutschland als stärkste Nation vor Schweden entpuppt. In Riesa gelang dies zum 4. Mal in Folge bei einer internationalen Meisterschaft. Schwimmen mausert sich zum Event Nach den Berliner "Van-Almsick-Festspielen" sorgten in der sächsischen Sportstadt insgesamt 11.000 Zuschauer an vier Veranstaltungstagen rund um das mobile 25-m-Becken für eine grandiose Kulisse in der erdgas arena. Rupprath gewinnt Duell mit Theloke/p> Unumstrittener Star war Rupprath, der über 100 m Rücken das deutsche Duell mit Langbahn-Europameister Stev Theloke aus Chemnitz zu einer zu Beginn einseitigen Angelegenheit werden ließ. "Jetzt geht nichts mehr. Ich wusste, das Stev angreifen würde, ich habe mich gerade noch ins Ziel gerettet", meinte der Weltrekordler, der sich mit einem Blitzstart klar von der Konkurrenz absetzte und seinen Vorsprung in 51,51 Sekunden vor Theloke (51,71) ins Ziel rettete. "Das ist die Wiedergeburt von Antje Buschschulte"
Gefeiert wurde auch Antje Buschschulte, die am Sonntag über 200 m ihr drittes Einzel-Gold in deutscher Rekordzeit von 2:06,26 Minuten als Zweite hinter der Britin Sarah Price (2:05,19) nur knapp verpasste. "Für meine Psyche ist es sehr wichtig, dass ich so gut geschwommen bin", sagte die 23-Jährige, der zuletzt im März 2000 bei der Kurzbahn-WM in Athen ein großer Einzelsieg geglückt war. Zuvor hatte Buschschulte jeweils Gold 50 und 100 m Rücken geholt. Hinzu kam Silber in der 4x50-m-Lagenstaffel mit deutschem Rekord (1:49,25) und Bronze im Freistilquartett. "Das ist die Wiedergeburt von Antje Buschschulte" meinte Ralf Beckmann: "Sie wirkt, als wenn sie über das Wasser laufen könnte." Poewe und Rupprath: "aggressiv, entfesselt, geladen" Voll des Lobes war der Cheftrainer auch für Rupprath und Sarah Poewe: "Sie sind die Personifizierung unseres Slogans AEG: Soll heißen aggressiv, entfesselt, geladen." Rupprath blieb auch zum Abschluss seines vierwöchigen Mammutprogramms mit Starts auf drei Kontinenten und drei Weltrekorden in der Erfolgsspur. "Ich bin schon recht kaputt. Am Ende ist die Kraft in den Beinen nicht mehr da", sagte der Wuppertaler.
Brustlagenspezialistin Sarah Poewe hatte bei ihrem Meisterschafts-Debüt für Deutschland am Samstag nach dem zweiten Platz in der Lagenstaffel bereits dreimal Silber gewonnen. Zudem hatte die in Kapstadt geborene 19-Jährige schon im Halbfinale über 100 m Brust in 1:07,09 Minuten den knapp 17 Jahre alten deutschen Rekord der Leipzigerin Silke Hörner gestreift. Im Finale blieb sie dann 42 Hundertstelsekunden unter der Methusalem-Marke. Ungarin Risztov mit drei Goldenen überragende EM-Frau Altmeister Mark Warnecke holte mit Silber über 50 m Brust (27, 15 Sekunden) seine insgesamt 20. Medaille bei Olympia sowie Welt- und Europameisterschaften. Schneller als der 32 Jahre alte frühere Weltrekordler war nur Doppel-Europameister Oleg Lisogor (Ukraine/26, 94), Bronze ging an Lokalmatador Jens Kruppa (27,36). Doppel-Weltmeisterin Hannah Stockbauer aus Erlangen über 400 m Freistil (4:07,48 Minuten) beim Triumph der erst 16 Jahre alten Ungarin Eva Risztov (4:01,95) und überraschend Janine Pietsch (Riesa) über 50 m Rücken (27,88 Sekunden) holten ebenfalls Bronze. Die junge Ungarin avancierte mit dreimal Gold zur überragenden Frau der Titelkämpfe. Berthold Mertes, sid |
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Zuletzt geändert am 15. Dezember 2002 21:44 von to |
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