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Fr 13.12.2002

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Kurzbahn-EM der Schwimmer - Weltrekord verbessert - Poewe holt Bronze

Gold für Rupprath und die Lagenstaffel

Anklicken zum Vergrößern "Weltrekord ist eine geile Sache": (von links) Steve Theloke, Carsten Dehmlow, Jens Kruppa und Thomas Rupprath jubeln

Riesa - Thomas Rupprath hat den ersten Teil seiner Gold-Mission bei den Kurzbahn-Europameisterschaften in Riesa erfüllt. Auf der Jagd nach insgesamt fünf Titeln holte der neue Star des deutschen Schwimmsports am Eröffnungstag mit der 4x50-m-Lagenstaffel in Weltrekordzeit von 1:34,72 Minuten seinen insgesamt zehnten EM-Titel im 25-m-Becken.

Stev Theloke (Chemnitz), Jens Kruppa (Riesa) und Carsten Dehmlow (Hamburg) komplettierten das deutsche Gold-Quartett. "Der Weltrekord ist eine geile Sache", jubelte Theloke, Rupprath sagte: "Wir wussten, dass wir Rekord schwimmen konnten." Zuvor hatten die in Kapstadt geborene Sarah Poewe und Janne Schäfer aus Wolfsburg über 50 m Brust die ersten Medaillen für Gastgeber Deutschland gewonnen.

Optimaler Start trotz Jetlag

Trotz Jetlag erwischte Rupprath einen optimalen Start in die Titelkämpfe. Nur zwei Tage nach seiner 30-stündigen Rückreise vom Weltcup in Melbourne qualifizierte sich der Weltrekordler über 100 m Schmetterling als Halbfinal-Zweiter in 51,51 Sekunden sicher für den Endlauf am Freitag.

Anklicken zum Vergrößern Rupprath hat das 100-m-Finale erreicht: "Aber es tat schon ein bißchen weh"

"Ich habe die letzte Nacht gut geschlafen. Aber es tat schon ein bißchen weh, zumal ich mich angesichts der starken Konkurrenz nicht schonen kann", meinte der 25 Jahre alte Weltcup-Führende, der am Mittwochmorgen sogar eigens ein Solarium aufgesucht hatte, um seinen Körper wieder an den mitteleuropäischen Tagesrhythmus zu gewöhnen. Nur der britische Mitfavorit James Hickman (51,38) war schneller.

"Diese harte Woche muss ich noch durchziehen"

"Diese harte Woche muss ich noch durchziehen, dann habe ich Zeit zum Ausspannen", meinte Rupprath, der seine 2001 in Antwerpen gewonnenen Titel über 100 m Schmetterling und Rücken erfolgreich verteidigen und dazu noch Einzel-Gold über 50 m Rücken gewinnen will: "Weitere Rekorde sollte man nicht unbedingt von mir erwarten. " Der Doppel-Europameister von Berlin hatte an den vergangenen drei Wochenenden bei Wettkämpfen auf drei Kontinenten zwei Weltbestmarken aufgestellt.

Poewe: "Bin superzufrieden"

Sarah Poewe holte gleich bei ihrem Debüt für den Deutschen Schwimm-Verband (DSV) Silber über 50 m Brust in 30,90 Sekunden und deutscher Rekordzeit nur eine Hundertstel hinter Schwedens Weltrekordlerin Emma Igelström. "Ich bin superzufrieden", meinte Poewe.

Anklicken zum Vergrößern Erfolgreiche Debütantin: Beim ersten DSV-Einsatz holte Sarah Poewe gleich Bronze

Janne Schäfer, die die alte Rekordmarke (30,92) gehalten hatte, äußerte nach Bronze in 31,12 Sekunden: "Ich ärgere mich dass ich nur die zweite Deutsche bin und nicht in der Staffel schwimmen kann."

Knapp an einer Medaille vorbei schwamm der Riesaer Lokalmatador Jens Kruppa in 1:58,00 Minuten als Vierter über 200 m Lagen, Christian Keller (Essen) wurde Sechster in 1:58,43. Zuvor hatte Olympiasiegerin Jana Klotschkowa (Ukraine) in 2:08,28 Minuten über 200 m Lagen für den ersten Europarekord der Titelkämpfe gesorgt.

Beckmann: "Führende Position behalten"

Trotz des Fehlens von Superstar Franziska van Almsick und von Sandra Völker sowie des kurzfristigen Ausfalls der WM-Zweiten Annika Mehlhorn ist DSV-Cheftrainer Ralf Beckmann zuversichtlich, dass sein 27-köpfiges Team zum vierten Mal in Folge seit dem Olympia-Debakel von Sydney als stärkste europäische Nation bei einem internationalen Großereignis abschneidet. "Wir wollen unsere führende Position behalten", sagte Beckmann: "Wir haben ein rundes Dutzend von Athleten mit Medaillenchancen und in den Staffeln entsprechende Ambitionen." Im vergangenen Dezember in Antwerpen hatte der DSV insgesamt 21 Plaketten, darunter 8 goldene gesammelt.

Auch Buschschulte ungefährdet im Finale

Ruppraths Wuppertaler Vereinskollegin Antje Buschschulte zog ungefährdet in das Finale über 100 m Rücken ein. Die frühere Kurzbahn-Weltmeisterin erzielte im Halbfinale in 59,02 Sekunden die beste Zeit. Die Riesaer Lokalmatadorin Janine Pietsch erreichte in 1:00,14 Minuten als Fünfte ebenfalls sicher den Endlauf.

Berthold Mertes, sid


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Zuletzt geändert am 13. Dezember 2002 09:30 von to

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