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Uefa-Cup-Auslosung: VfB Berlin gegen Boavista Porto

Schwerer Brocken für VfB in Glasgow

Anklicken zum Vergrößern Trotz des schweren Gegners: Stuttgarts Dundee, Meißner, Schneider, Hinkel und Gerber ( v l n r) feiern den Einzug ins Viertelfinale

Nyon/Frankfurt - Lösbare Aufgabe für Hertha BSC Berlin, schwerer Brocken für den VfB Stuttgart: Während sich die Schwaben im Achtelfinale des Uefa-Cups mit dem schottischen Meister Celtic Glasgow messen müssen, trifft Hertha auf den derzeit schwächelnden portugiesischen Vizemeister Boavista Porto.

Das ergab die Auslosung am Freitag in Nyon. Die Schwaben haben allerdings den Vorteil, im Hinspiel am 20. Februar zunächst auswärts antreten zu können. Dagegen muss Hertha im ersten Spiel zu Hause für eine gute Ausgangsposition sorgen. Die Rückspiele finden am 27. Februar statt.

Rüssmann: "Los ist schön und attraktiv"

In Stuttgart wollte sich über den schweren Gegner allerdings niemand beschweren. "Das Los ist schön und attraktiv, auch wenn ich an das mögliche Viertelfinale denke", sagte VfB-Manager Rolf Rüssmann. In Nyon wurden zeitgleich auch schon die Viertelfinalspiele (13. und 20. März) ausgelost.

Viertelfinale vielleicht gegen Liverpool

Ein Weiterkommen vorausgesetzt, würde der VfB auf den Sieger der Partie AJ Auxerre gegen FC Liverpool treffen. Ein Weiterkommen vorausgesetzt, würde der VfB auf den Sieger der Partie AJ Auxerre gegen FC Liverpool treffen. "Jetzt haben wir die dicke Lösung, die Mannschaft und Fans wollten. Für das Spiel gegen Celtic kann uns Berti Vogts mit ein paar Tipps weiterhelfen", meinte Rüssmann weiter. Hertha hätte es auch in der Runde der letzten Acht leichter. Im Falle des Viertelfinaleinzugs winkt ein Duell mit dem FC Malaga oder AEK Athen.

Auswärtstor brachte Celtic eine Runde weiter

Celtic hatte sich für die Runde der letzten 16 nur aufgrund des geschossenen Auswärtstores qualifiziert. Nach dem 1: 0-Heimerfolg im Hinspiel reichte eine knappe 1:2-Niederlage bei Celta Vigo für den Achtelfinaleinzug. Der finanziell angeschlagene VfB, der durch die Uefa-Cup-Teilnahme bereits 3,5 Millionen Euro an Zusatzeinnahmen sicher hat, setzte sich in der dritten Runde mit zwei Siegen (2:1, 1:0) gegen den belgischen Vizemeister FC Brügge durch. Zuvor hatte die Elf von Trainer Magath den FK Ventspils und Ferencvaros Budapest ausgeschaltet.

"Celtic Glasgow ist der attraktivste Gegner, den wir bekommen konnten. 60.000 Zuschauer im Celtic Park verbreiten eine unglaubliche Stimmung", sagte Kapitän Zvonimir Soldo.

Hertha-Gegner Boavista derzeit im Tabellenkeller

Auch Hertha BSC Berlin bekam einen aus deutscher Sicht klangvollen Namen zugelost. Nachdem die Berliner in den letzten beiden Anläufen jeweils in der dritten Runde (an Inter Mailand und Servette Genf) ausgeschieden waren, wartet nach dem hart erkämpften Erfolg über Fulham nun Boavista auf die Hauptstädter.

"Ich halte Boavisto Porto für ein gutes Los. Aber die Portugiesen sind eine große Herausforderung, auch wenn die Mannschaft als 15. der aktuellen Meisterschaft offensichtlich momentan ein paar Probleme hat. Wir haben das ehrgeizige Ziel, ins Viertelfinale einzuziehen, und ich glaube, dass das eine lösbare Aufgabe ist", meinte Hertha-Manager Dieter Hoeneß.

Buchmacher sehen Hertha als Mitfavoriten

Der englische Buchmacher William Hill sieht in den Berlinern sogar einen Mitfavoriten auf den Titel. Hertha liegt mit einer Quote von 8:1 hinter Lazio Rom (3:1) und Liverpool (100:30) auf Platz drei. Stuttgart folgt auf Rang acht (20:1).

Huub Stevens: Mit großem Respekt ins Achtelfinale

Hertha-Trainer Huub Stevens geht unterdessen mit großem Respekt in die Achtelfinal-Begegnungen: "Porto ist ein ganz schweres Los. Die haben nicht umsonst Paris St. Germain ausgeschaltet, das spricht für Porto. Aber wir wollen weiterkommen, und ich glaube, die Mannschaft hat auch das Potenzial dazu."

Boavista schaltete schon Dortmund aus

In der vergangenen Saison musste sich der FC Bayern in der Champions-League-Zwischenrunde mit Boavista auseinandersetzen, ergatterte zwar insgesamt vier Punkte, tat sich aber in beiden Begegnungen (1:0, 0:0) äußerst schwer. Zu schwer waren die Portugiesen im gleichen Jahr indes für Borussia Dortmund. Aufgrund der besseren Tordifferenz erreichte Porto die nächste Runde, Dortmund musste in den Uefa-Pokal absteigen. "Ich weiß noch, welche Schwierigkeiten Dortmund in der Champions-League gegen Porto hatte", meinte Herthas Fußball-Abteilungsleiter Martin Bader in Nyon.

Rainer Kalb und Marc Schmidt, sid


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Zuletzt geändert am 13. Dezember 2002 14:31 von to

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