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US Open in New York: Serena gewinnt Finale gegen Venus

Die Williams-Saga wird zum Langeweiler

New York - Der "Sister Act" zeigt Abnutzungserscheinungen. Als Serena Williams bei den US Open in New York am Samstagabend ihr drittes Grand-Slam-Finale in Serie gegen Venus gewann, wollte im weiten Rund des Arthur Ashe Stadiums kaum Freude aufkommen. Der unspektakuläre 6:4, 6:3-Erfolg über die ältere Schwester bedeutete für die Siegerin den Verbleib an der Spitze der Weltrangliste und das Rekordpreisgeld von 900.000 Dollar, doch im Duell der beiden Power-Spielerinnen blieb die Qualität des Tennis einmal mehr auf der Strecke.

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Zwei Schwester, die das Frauen-Tennis beherrschen: Venus (li.) und Serena Williams

Nach 72 Minuten war alles vorbei. Wie in den vorherigen Familienduellen droschen sich die Schwestern die gelbe Filzkugel mit schier unglaublicher Gewalt um die Ohren, produzierten dabei aber neben einigen spektakulären Bällen auch einen erheblichen Anteil an spielerischem Schrott. Ein Blick in die Statistik machte vor allem die Verliererin als Verursacherin des schwachen Nieveaus aus. 33 vermeidbare und zehn Doppelfehler standen für Venus zu Buche, ihre sonst so nervenstarke Schwester konnte allerdings nur fünf von inflationären 17 Breakbällen nutzen.

Zuschauer weit von Begeisterung entfernt

"Das Niveau war sicher nicht so hoch wie bei unserem Finale in Wimbledon," gab Serena zu, der bei Spielende wohl auch deshalb das Jubeln etwas schwer fiel. Und nicht nur ihr - nach dem verwandelten ersten Matchball spendeten die 21.000 Zuschauern höflichen Applaus, doch ähnliche Begeisterung wie beim nachmittäglichen Showdown zwischen Andre Agassi und Lleyton Hewitt wollte in der Night Session nicht annähernd aufkommen.

Vater: "Dominanz wird stärker"

Zumindest erwies sich die bei Niederlagen oft verbissene Venus als faire Verliererin: "Es lag nicht allein an meinem mäßigen Spiel. Meine kleine Schwester war einfach eine Klasse besser, ich bin stolz auf sie." Dass sich Serena nach ihrem "Mini Grand Slam" - bei den Australian Open konnte sie wegen Verletzung nicht antreten - wohl für Monate an der Spitze der Weltrangliste festsetzt, wurde im Hause Williams mit Wohlwollen registriert. Der Kommentar des skurrilen Vaters Richard dürfte der Konkurrenz in den Ohren klingeln: "Der Williams-Express ist gerade erst gestartet. Die Dominanz meiner Töchter wird immer stärker werden."

Von Frank Hoffmann, sid


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Zuletzt geändert am 8. September 2002 11:11 von tea

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