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So 08.09.2002
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Nach den fünf EM-Titeln - Coach Warnatzsch: Nochmal WeltrekordFranziska van Almsick nimmt Kurs auf Athen 2004Neuss - Der Weg ist noch nicht genau abgesteckt, aber Kurs und Ziel sind eindeutig und klar: Franziska van Almsick setzt ihre Karriere bis zu den Olympischen Spielen 2004 in Athen fort. "Wie ich nach Athen komme, weiß ich noch nicht genau, aber ich weiß, dass ich nach Athen will", sagt die Weltrekordlerin am Samstagabend im ZDF-Sportstudio: "Ich habe nach den Europameisterschaften von Berlin lange nachgedacht, jetzt weiß ich, dass ich nach Olympia will. Und dort will ich natürlich mehr erreichen als das Finale."
Athen werden ihre vierten Spiele nach Barcelona 1992, Atlanta 1996 und Sydney 2000 sein. Trainer Norbert Warnatzsch, der Franziska van Almsick zurück auf den Erfolgsweg führte, überzeugte sie gegen alle kleinen Zweifel: "Franziska hat noch Reserven. Wenn wir nach Athen wollen, und das wollen wir, traue ich ihr zu, ihren Weltrekord über 200 m Freistil nochmal deutlich zu verbessern." Bei der EM in Berlin schraubte van Almsick ihren eigenen Weltrekord von Rom 1994 auf 1:56,64 Minuten. Acht Jahre der Kritik, zwischenzeitlich auch der tiefen Depression, lagen zu diesem Zeitpunkt hinter ihr. "Ich habe es nicht glauben können, ich glaube es manchmal auch heute noch nicht. Es war eines der schönsten Rennen, die ich jemals erlebt habe, einfach überwältigend", sagte Franziska van Almsick. Traum noch nicht zu Ende geträumt Fünf Jahre lang habe sie nur daran gedacht, "einmal wieder sagen und zeigen zu können, dass ich noch schnell schwimmen kann. Das Ziel ist mit dem Weltrekord erreicht, aber ich habe meinen Traum noch nicht zu Ende geträumt. Auch durch meinen Trainer habe ich wieder den Glauben, dass ich kann und will." In Berlin gewann Franziska van Almsick bei fünf Starts fünfmal Gold: "Ich habe mich davon noch nicht erholt. Nach Berlin kam das Hochwasser, wir haben uns viele Sorgen gemacht. Jetzt komme ich allmählich zur Ruhe, und mein Trainer hat mir noch ein paar Tage Urlaub gegeben." Ihre Entscheidung, in Athen einen letzten Anlauf auf das noch fehlende Olympiagold zu starten, ist auf viel positive Resonanz gestoßen. "Ich freue mich, dass sie weitermacht. Ich hatte aber auch nie Zweifel daran, denn nur olympisches Gold kann sie unsterblich machen", sagt der frühere Meisterschwimmer Klaus Steinbach, Präsidentschaftskandidat im Nationalen Olympischen Komitee für Deutschland (NOK). Anlauf auf olympisches Gold Beim Meeting der Nationalmannschaft in Kassel hatte Franziska van Almsick Cheftrainer Ralf Beckmann bereits vorab von ihren Plänen informiert. Der Chefcoach hatte sich schon früh festgelegt: "Ich habe bereits in Berlin gesagt, wenn sie wirklich aufhört, wird sie sich ein ganzes Leben lang den Vorwurf machen müssen, den Anlauf auf olympisches Gold nicht zumindest nochmal versucht zu haben. Jetzt müssen wir den Weg festlegen. Wir freuen uns, dass Franziska dabei bleibt." Nun soll sich alles fügen: Die Weltmeisterschaften 2003 finden in Barcelona statt, wo van Almsicks Karriere 1992 bei Olympia begann. 2004 im olympischen Finale von Athen über 200 m Freistil soll sie enden. Mit Gold und Weltrekord. Von Christoph Fischer, sid |
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Zuletzt geändert am 8. September 2002 13:21 von tea |
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