|
|
||||||||||||||||||
So 08.09.2002
|
[?]
DTM-Lauf: Schneider wieder im Titelrennen - Mercedes feiert SternstundeAiello vergibt ersten "Matchball"Zeltweg - Titelverteidiger Bernd Schneider ist wieder im Rennen um die Deutsche Tourenwagen-Meisterschaft (DTM), noch aber hält Laurent Aiello alle Trümpfe in der Hand. Der Franzose belegte beim 8. von 10 Saisonläufen auf dem A1-Ring in Zeltweg/Österreich im Abt-Audi TT-R einen dritten und fünften Platz und vergab damit den ersten "Matchball" zum vorzeitigen Titelgewinn.
Aiello führt die DTM-Gesamtwertung vor dem nächsten Rennen am 29. September in Zandvoort/Niederlande mit 65 Punkten und damit 19 Zählern Vorsprung auf Mercedes-Pilot Schneider (St. Ingbert/46) an, der die Entscheidung mit zwei zweiten Rängen vertagte. Mit einem zweiten Platz in Zandvoort würde der 33-jährige Aiello als neuer DTM-Champion feststehen. Erster Saisonerfolg für Marcel Fässler Vor 34.000 Zuschauern schenkten sich die Kontrahenten nichts. Beim harten Kampf um die Spitze rutschten der zu diesem Zeitpunkt führende Aiello und der zweitplatzierte Schneider in der 16. von insgesamt 24 Runden im Hauptrennen mit ihren Autos von der Piste und fielen zurück. Nutznießer war der Schweizer Marcel Fässler, der seinen ersten Saisonerfolg feierte. Schneider, Jean Alesi (Frankreich) und Uwe Alzen (Betzdorf) machten bei einer Mercedes-Sternstunde einen vierfachen Triumph für die Stuttgarter perfekt. Alesi ließ Schneider vorbei Der frühere Formel-1-Rennfahrer Alesi bremste allerdings auf der Zielgeraden, um seinen Markenkollegen Schneider vorbeizulassen. "Mein Dank geht heute an Alesi", sagte Schneider: "So ein Rennen werden wir wahrscheinlich so schnell nicht wieder erleben."
Das Mercedes-Manöver rief allerdings den Unmut der Konkurrenz hervor. "Es sollten die gewinnen, die auch auf der Strecke die Schnelleren sind, und nicht die, die andere blockieren", sagte Teamchef Hans-Jürgen Abt (Kempten). Auf einen Protest gegen die Wertung des Rennens verzichtetete Abt dann aber doch. "In der Formel 1 ist es ja nicht so spannend" Völlig anders beurteilte Mercedes-Sportchef Norbert Haug die umstrittenen Vorkommnisse. "Das war ein denkwürdiger Tag für den Tourenwagensport", meinte der Schwabe: "In der Formel 1 ist es ja nicht so spannend, da war das für die Fans genau das Richtige." Das Sprintrennen hatte Aiellos Teamkollege Mattias Ekström (Schweden) gewonnen. Bester Opel-Pilot war jeweils der Schweizer Alain Menu auf den Plätzen sechs und sieben. Für Aiello wäre es der vierte Tourenwagen-Titel nach dem Gewinn der französischen Meisterschaft (1994), der STW-Serie (1997) und der britischen Meisterschaft (1999). Seinen wertvollsten Erfolg feierte er 1998, als er mit Porsche die 24 Stunden von Le Mans gewann. Für Audi wäre es der erste DTM-Titel seit dem Triumph von Frank Biela (Neuss) 1991. Von Arno Wester, sid |
|
||||||||||||||||
|
Zuletzt geändert am 8. September 2002 17:56 von tea |
» Artikel drucken |
|||||||||||||||||