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Sa 07.09.2002
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Davenport und Mauresmo gescheitert - Keine Absprachen über den Sieg"Sister Act" bei US OpenNew York - Vor dem dritten "Sister Act" in Folge sprach Richard Williams jene Worte, die für den zukünftigen Unterhaltungswert des Damentennis Schlimmes befürchten lassen: "Ich habe vor Jahren prognostiziert, dass meine Töchter die Konkurrenz dominieren werden. Jetzt haben sie die letzten drei Grand-Slam-Finals bestritten, und ich sehe nur eine Veränderung: die Dominanz wird sich noch verstärken." Serena und Venus Williams ganz oben - und danach lange niemand mehr.
Zumindest die Resultate bei den 122. US Open geben dem skurrilen Tennis-Papa recht. Serena Williams stürmte mit dem 6:3, 7: 5-Halbfinalerfolg über Lindsay Davenport (USA) ohne Satzverlust ins Endspiel gegen ihre Schwester Venus, die kurz zuvor mit einem hart umkämpften 6:3, 5:7, 6:4-Sieg gegen Amelie Mauresmo (Frankreich) ein weiteres Mal ihren Ruf als nervenstärkste Spielerin der Tour untermauert hatte. Spiel, Satz und Sieg Williams ... Spiel, Satz und Sieg Williams - der auf den Tennisplätzen der Welt meistgehörte Satz des Jahres wird zum Standard. Welche der beiden ehemaligen "Ghetto-Sisters" sich in der Nacht zum Sonntag in die Siegerliste der US Open eintrug, war zumindest dem Familienoberhaupt egal: "Hauptsache eine Williams hält am Ende den Pokal in der Hand." Dass er den Ausgang des Matches - wie schon oft spekuliert - im Vorhinein bestimmt, wies Richard Williams strikt von sich. "Meine Töchter sind alt genug, um diese Sache auf dem Platz auszutragen", erklärte Richard Williams. "Am Anfang war es schwer, doch mit jedem Match gegen meine Schwester wird es einfacher. Mittlerweile gehen wir auf den Platz, bekriegen uns dort und sind am Ende wieder beste Freundinnen", sagte die 20-jährige Serena, nachdem sie Davenport zum achten Mal in zehn Aufeinandertreffen nach Hause schickte. Serena degradierte ihre Gegnerin Vor allem die beinahe beängstigende Leichtigkeit, mit der sie im zweiten Satz einen 2:5-Rückstand aufholte, hinterliess bleibenden Eindruck. Williams gewann fünf Spiele in Folge, machte neun der letzten zehn Punkte und degradierte ihre Gegnerin hinterher ungewollt zum Bestandteil einer imponierenden Statistik: "Sechs Grand-Slam-Spiele ohne Satzverlust geben Selbstvertrauen. Genau das, was ich gegen Venus benötige."
Ihre 22-jährige Schwester musste derweil Kritiken abwehren, dass ihr zum Erreichen des elften Schwestern-Finales (Stand 5:5) eine gehörige Portion Glück zur Seite stand. Wie im Achtelfinale gegen ihre Landsfrau Chanda Rubin flirtete Venus Williams auch gegen Mauresmo mit dem frühzeitigen Aus, rettete sich aber im finalen Satz einmal mehr dank ihres starken Aufschlages aus der Misere. "Viele Spielerinnen auf der Tour wären froh, auf meinem Level zu spielen. Meine Erfahrung der letzten Jahre hilft mir nun, Situationen wie diese zu überstehen." Mauresmo: "Diesmal war es so eng" Trotz der drückenden Überlegenheit des Williams-Clans hat die Konkurrenz den Glauben an das baldige Ende der totalen Dominanz nicht verloren. Vor allem die beiden unterlegenen Halbfinalisten rechnen sich Chancen aus. "Rein körperlich kann ich den beiden am ehesten Paroli bieten. Am Ende hat mir nur das Quäntchen Glück gefehlt", sagte Davenport, die nach einer Knieoperation auf dem Weg zu alter Stärke ist. Die bravorös kämpfende Mauresmo weigert sich ebenso, die weisse Flagge zu hissen: "Diesmal war es so eng," sagte die Französin und hielt dabei Daumen und Zeigefinger einen Zentimeter auseinander: "Ich hatte sie am Rand der Niederlage. Beim nächsten Mal ist sie dran." Von Frank Hoffmann, sid |
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Zuletzt geändert am 7. September 2002 12:02 von tea |
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