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Sa 07.09.2002

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   vom 07.09.02

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Abschluss der Golden League in Berlin: Gold für Jones, Guevara, Sanchez

Guerrouj avanciert zum "Gold-Millionär"

Berlin - Marokkos Ausnahmeläufer Hicham El Guerrouj ist der erfolgreichste "Goldgräber" aller Zeiten. Beim Finale der sieben Meetings umfassenden Golden League der Leichtathleten in Berlin knackte der Serien-Weltmeister mit seinem siebten Sieg über 1500 m den 50 Kilogramm schweren Gold-Jackpot im Wert von knapp 530. 000 Euro. Damit sicherte sich der 27-Jährige seit Einführung der Elite-Liga 1998 bereits zum vierten Mal seinen Goldanteil, avancierte zum Golden-League-Millionär und blieb auch im 23. Rennen der Serie ungeschlagen.

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Die "goldigen" Athleten: Hicham El Guerrouj, Felix Sanchez, Ana Guevara und Marion Jones (v. l.)

"Ich wollte hier vornehmlich diesen Jackpot. Den Weltrekord möchte ich am Sonntag in Rieti angreifen und für das nächste Jahr habe ich bei der WM in Paris auch die 5000 m auf dem Programm", meinte Guerrouj, der schon 1997 als Gesamtsieger am Jackpot der damaligen Golden Four partizipierte, nach seinem Triumph in 3:30,00 Minuten.

Teilen musste er im Ludwig-Jahn-Sportpark vor 20.000 Zuschauern ("Die Stimmung war toll") allerdings mit drei anderen: US-Sprintstar Marion Jones blieb auch im 27. Rennen über 100 oder 200 m seit Einführung der Golden League 1998 ungeschlagen, begnügte sich über 100 m mit 11,01 Sekunden und trug sich zum zweiten Mal in die Siegerliste der Golden League ein. Knapp 130.000 Euro reicher traten auch 400-m-Hürden-Weltmeister Felix Sanchez (Dominikanische Republik) nach seinem Erfolg in 48,05 Sekunden sowie Mexikos WM-Dritte Ana Guevara nach ihrer erneuten 400-m-Solovorstellung in 49,91 Sekunden die Heimreise an.

Sabine Braun im Mittelpunkt

Von den Athleten des Deutschen Leichtathletik-Verbandes stand neben dem EM-Dritten Boris Henry (Saarbrücken), der mit 85,82 m wie eine Woche zuvor in Brüssel vor dem Magdeburger Björn Lange (84,94) und dessen Vereinskollegen Raymond Hecht erneut das Speerwerfen dominierte, vornehmlich Sabine Braun im Mittelpunkt. Die zweimalige Siebenkampf-Weltmeisterin vom TV Wattenscheid, die bei der EM in München mit Silber einen glanzvollen Abschied von ihrer Karriere gefeiert hatte, wurde bei ihrem letzten großen Wettkampf nach Rang fünf im Weitsprung (6,33) mit Ovationen bedacht.

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Sabine Braun beendete ihre Karriere als Spitzensportlerin

"Jetzt ist endgültig Schluss, die Spikes schmeiße ich weg", meinte die 37-Jährige, die Olympiasiegerin Heike Drechsler allerdings nicht ärgern konnte. Nach ihrer Entscheidung, zukünftig wieder bei ihrem Lebensgefährten Alain Blondel zu trainieren, genügten der deutschen Rekordhalterin 6,45 zum Sieg.

Ingo Schultz trotz guter Zeit nur Vierter

Fast drei Wochen nach der EM in München konnten andere deutsche Athleten dagegen nur wenig Jubelstürme entfachen, zumal Staffel-Europameisterin Grit Breuer wegen einer Verletzung kurzfristig abgesagt hatte und Ingo Schultz trotz guter Zeit für den Sieg nicht in Frage kam. Dem Europameister von der LG Olympia Dortmund blieb in 45,09 Sekunden über 400 m Platz vier, den Erfolg des Jamaikaners Michael Blackwood (44,87) konnte er nicht verhindern. "Ein bischen mehr hätte es sein können", meinte der WM-Zweite von Edmonton. Das dürfte sich auch der EM-Zweite Dieter Baumann gesagt haben, der über 5000 m beim Sieg des Kenianers Luke Kipkosgei (13:10,41) in 13:13,39 nur Elfter wurde.

Während der in München drittplatzierte Tim Lobinger (Frankfurt) als Dritter mit 5,80 m erneut Weltklasse demonstrierte, kam der Leverkusener EM-Zweite Lars Börgeling (5,60) nicht über Platz acht hinaus. Eine Woche nach seiner persönlichen Bestzeit (1: 44,20) in Brüssel als Achter landete 800-m-Olympiasieger Nils Schumann (Großengottern) zwar auf Platz fünf, war in 1:45,41 allerdings langsamer.

Maurice Greene blieb weit hinter den Erwartungen zurück

Von den internationalen Stars blieb vornehmlich Maurice Greene erneut weit hinter den Erwartungen zurück. Für eine Antrittsgage von 75.000 Dollar bot der Weltrekordler und Olympiasieger als Sechster in 10,20 Sekunden über 100 m, die Europameister Dwain Chambers in 10,02 gewann, erneut nur Hausmannskost. Doch für 2003 kündigte er bereits wieder große Taten an: "Nächstes Jahr komme ich wieder und befasse mich vornehmlich mit dem Weltrekord."

Von Christian Sachs und Dietrich Denz, sid


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Zuletzt geändert am 7. September 2002 11:33 von tea

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