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Sa 10.08.2002

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Leichtathletik-EM: Siebenkämpferin Braun nimmt Abschied mit Silber

"Ein traumhaftes Ende"

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Nachwuchs steht bereit: Sabine Braun mit Sonja Kesselschlager und Kathleen Gutjahr verabschieden sich vom Münchner Publikum

Sabine Braun hat im letzten Siebenkampf ihrer Karriere einen grandiosen Abschied von der internationalen Leichtathletik-Bühne gefeiert. Mit 6434 Punkten gewann die 37 Jahre alte Wattenscheiderin Silber bei den 18. Europameisterschaften in München vor 48.500 begeisterten Zuschauern im ausverkauften Olympiastadion.

Auch Bundeskanzler Gerhard Schröder sah zu, als Braun ihre Medaillenkollektion nach jeweils zwei WM- und EM-Titeln sowie Olympia-Bronze 1992 auf insgesamt sechs Plaketten erweiterte.

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Zeit für Späße: Die Schwedin Kluft siegte mit neuem Junioren-Weltrekord

"Es war ein traumhaftes Ende. Einen besseren Rahmen hätte ich mir niemals vorstellen können. Aber nun bin ich froh, dass alles vorbei ist", meinte die drittbeste Siebenkämpferin aller Zeiten nach ihrem 63. Mehrkampf.

Schwedin Klüft ist neue Königin der Multi-Athletinnen

Zur neuen Königin der Multi-Athletinnen stieg die Schwedin Carolina Klüft auf, die dem Junioren-WM-Titel bei der Verbesserung ihres eigenen Junioren-Weltrekordes um 72 auf 6542 Punkte nun EM-Gold folgen ließ. "Sabine ist eine große Athletin. Ich habe immer zu ihr aufgeschaut", meinte die 19-Jährige, die noch kein Jahr alt war, als Sabine Braun 1984 schon Olympiasechste war. Am dritten EM-Gold fehlten Braun nur 108 Punkte.

Brauns Nachfolgerinnen fielen am zweiten Tag zurück

Die Lücke, die Sabine Braun hinterlässt, könnten die beiden Neubrandenburgerinnen Sonja Kesselschläger oder Kathleen Gutjahr schließen. Doch beide fielen nach einem zufriedenstellenden ersten Tag ab. Die 24 Jahre alte Kesselschläger wurde mit 6106 Punkten Sechste, die frühere Junioren-Weltmeisterin Gutjahr landete mit 5973 Zählern abgeschlagen auf Rang neun.

"Ich war nicht von besonderen Gefühlen getragen"

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So gut wie seit Jahren nicht mehr: Am zweiten Wettkampftag klappte für Braun einfach alles

Sabine Braun war mit guten Trainingswerten, aber keinen großen Emotionen in den Wettkampf gegangen. "Ich war nicht von besonderen Gefühlen getragen und habe nicht darüber nachgedacht, dass jede Disziplin die letzte ist, die ich bestreite", sagte die deutsche Rekordhalterin. Mit 13,58 Sekunden über 100 m Hürden, 1,80 m im Hochsprung, dem besten Kugelstoß seit drei Jahren (14,56) und 24, 69 Sekunden hatte sie ihren Medaillen-Fahrplan am Freitag eingehalten.

Bester Weitsprung seit fünf Jahren

Dann startete sie mit 6,50 m und dem besten Weitsprung-Ergebnis seit fünf Jahren in den zweiten Tag, ließ erstklassige 51,23 m mit dem Speer folgen und absolvierte ihren geliebten "Marathon" über 800 m in 2:23,24 Minuten - danach stand nach 20 Jahren um 18.24 Uhr das Karriereende der Sabine Braun fest.

Henning Eisfeld, sid


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Zuletzt geändert am 10. August 2002 19:06 von to

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