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Di 06.08.2002
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| Ganz locker durch den Vorlauf: Ingo Schultz kann mit seinem EM-Auftakt zufrieden sein. |
Vor vier Jahren in Budapest war die deutsche Mannschaft mit 23 Mal Edelmetall, darunter acht Titeln, die erfolgreichste Nation. Bereits vor den den Eröffnungsfeierlichkeiten sind die deutschen Leichtathleten verheißungsvoll in die Wettkämpfe gestartet. Neben dem als Titelanwärter über 400 m gehandelten Vize-Weltmeister Ingo Schultz erreichte auch Bastian Swillims das Halbfinale über die Stadionrunde.
Schultz lief drittschnellste Zeit
Der Dortmunder Schultz erzielte als Erster seines Vorlaufes mit 45,79 Sekunden die drittschnellste Zeit aller Starter und unterstrich damit seine Medaillenambitionen. Sein Teamkollege Swillims aus Wattenscheid steigerte als Vorlauf-Dritter seine Bestleistung auf 46,20 Sekunden.
Einen gelungenen Wiedereinstand nach verletzungsbedingter Durststrecke hat Dreispringer Charles Friedek aus Leverkusen gefeiert. Der Weltmeister von 1999 greift nach seinen 16,77 m in der Qualifikation am Donnerstag erstmals seit drei Jahren wieder nach einer internationalen Medaille. "Ich will einfach zeigen, dass ich wieder da bin - und vorne mitspringen. Die 16,77 m sagen noch gar nichts aus. Man muss versuchen, die Lockerheit zu bewahren", wiegelte der 30-jährige deutsche Meister ab. Die größte Weite und zugleich beste Leistung des Vormittages erzielte der Brite Phillips Idowu mit 17,54 m.
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| Comeback gelungen: Dreispringer Charles Friedek überstand nach langer Verletzungspause die Qualifikation. |
Diskuswerferin Tucholke überrascht
Ebenfalls bereits den Endkampf hat überraschend Diskuswerferin Jana Tucholke erreicht. In Abwesenheit der verletzten Titelverteidigerin Franka Dietzsch (Neubrandenburg) warf die deutsche Meisterin aus Leipzig 56,63 m und qualifizierte sich als Zehnte für den Endkampf an diesem Mittwoch. Als Beste der Ausscheidung verfehlte die Griechin Ekaterini Vogoli mit 61,94 m die geforderte Qualifikationsweite von 62,00 m.
Das Finale im Kugelstoßen erreichte mit Ralf Bartels nur einer der drei deutschen Starter. Der deutsche Meister aus Neubrandenburg übertraf die Vorgabe von 20,20 m um zwei Zentimeter. Für Andy Dittmar (Ohra-Hörsel) mit 18,77 m und Detlef Bock (Berlin) mit 18,09 m war die EM als 17. und 18. beendet. Dagegen erkämpften sich die drei deutschen 100-m-Sprinter einen zweiten Einzelauftritt: Marc Blume in 10,33 Sekunden, Alexander Kosenkow (beide Wattenscheid) in 10,44 Sekunden und Marc Kochan (Kornwestheim) in 10,50 Sekunden erreichten die Zwischenläufe.
"Ingo kann noch viel schneller laufen"
Schultz erlebte bei seiner EM-Premiere eine Schrecksekunde. Ihm wurde ein Fehlstart angelastet, den er seiner Meinung nach nicht verursacht hatte. "Ich war mir nicht bewusst, dass ich einen gemacht habe", meinte der Dortmunder verwundert. Unter Beobachtung seiner Freundin Antje Buschschulte, die jüngst bei der Schwimm-EM Gold mit der Lagenstaffel geholt hatte, lief Schultz trotzdem ein souveränes Rennen. "Ich wusste, er macht das schon. Ich weiß, dass Ingo noch viel schneller laufen kann", kommentierte die Europameisterin den Lauf.
Hammerwerfer Kobs schon draußen
Unterdessen sorgte Hammerwerfer Karsten Kobs für die erste große Enttäuschung des deutschen Teams. Der 30 Jahre alte Weltmeister von 1999 verfehlte mit 77,44 m in der Ausscheidung den Vorstoß ins Finale am Mittwoch. Schon bei Olympia 2000 in Sydney war er völlig unter Wert in der Qualifikation gescheitert und 2001 bei der WM in Edmonton hatte der Leverkusener am Tag vor dem Wettkampf wegen einer Bronchialerkrankung verzichtet.
dpa, sid - Fotos: dpa
Zuletzt geändert am 6. August 2002 17:43 von sab
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