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So 07.10.2001

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Tennis: 50. Turniersieg für Seles

Kiefer unterliegt Kafelnikow

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Sieger in Moskau: Kafelnikow

Moskau - Nicolas Kiefer hat "Zar Jewgeni" Kafelnikow nicht aus dem Kreml jagen können und seinen siebten Streich auf der ATP- Tour nach genau einjähriger Durststrecke verpasst. Der 24 Jahre alte Tennis-Profi aus Holzminden verlor am Sonntag das Endspiel des mit 975.000 Dollar dotierten Kreml-Cups gegen den top-gesetzten Russen mit 4:6, 5:7.

In seinem zehnten ATP-Finale konnte Kiefer, der nach drei Erstrunden-Pleiten ein glänzendes Comeback feierte, den fünften Moskau-Sieg in Folge von Lokalmatador Kafelnikow nicht verhindern. Eine solche Erfolgsserie ist zuvor nur zwei anderen Spielern, darunter Björn Borg von 1976 bis 1980 in Wimbledon, gelungen.

Der Weltranglisten-Sechste hatte am Samstag den Hamburger Thomas Haas in einer Neuauflage des Olympia-Finals von Sydney mit 6:1, 6:2 gestoppt und damit das erste deutsch-deutsche Endspiel seit über zehn Jahren verhindert. Dies hatte es zuletzt 1991 in Wimbledon zwischen Michael Stich und Boris Becker gegeben.

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Nicolas Kiefer

Preisgeld von 81.000 Dollar

Kiefer durfte dennoch zufrieden sein und ein Preisgeld von 81.000 Dollar einstreichen. "Ich habe in den vergangenen Wochen auf dem Platz und im Trainingszentrum sehr hart gearbeitet. Ich muss mir nur im Kopf klar machen, dass ich es kann. Es ist erst zwei Jahre her, dass ich unter den besten Zehn war", sagte der auf Rang 39 abgerutschte Profi. Haas geriet am Samstag nach verpatztem Beginn gegen Kafelnikow schnell auf die Verliererstraße: "Nachdem ich meine Breakchancen im ersten Spiel nicht nutzen konnte, hat Jewgeni mich klar dominiert."

Kiefer erwischte mit einem Break im ersten Satz einen besseren Start, büßte den Vorsprung aber wieder ein und verlor nach 43 Minuten zum 4:6 zum zweiten Mal seinen Aufschlag. In Durchgang zwei wehrte er beim Stand von 4:5 die ersten beiden Matchbälle ab, konnte die sechste Niederlage im zehnten Vergleich aber kurz darauf nicht mehr abwenden. Der 24-Jährige leistete sich auf dem schnellen Teppich- Boden letztlich einige Fehler mehr als der drei Jahre ältere Olympiasieger, der schließlich seinen dritten Matchball nutzte. Kafelnikow, vor einem Jahr Finalsieger über David Prinosil, feierte nach 1:43 Stunden damit den 24. Turniersieg seiner Karriere.

Erster Turniersieg für Dokic

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Jelena Dokic jubelt

Ihren ersten Sieg in Moskau bejubelte die Jugoslawin Jelena Dokic. Die 18-Jährige Nummer elf der Welt gewann das Finale gegen die Olympia-Zweite Elena Dementjewa aus Russland mit 6:3, 6:3 und feierte ihren dritten Turniersieg nach den diesjährigen Erfolgen in Rom und vor zwei Wochen in Tokio.

Siege für Seles un Hewitt

Die unverwüstliche Monica Seles stürmte am Sonntag ebenfalls in Tokio bereits zum 50. Turniersieg ihrer Karriere. Im Finale ließ die 27 Jahre alte Amerikanerin ihrer thailändischen Rivalin Tamarine Tanasugarn beim 6:3, 6:2 keine Chance. In einer Stunde war das einseitige Match zu Gunsten der früheren Weltranglisten-Ersten beendet. Auch für Monica Seles war es der dritte Turniererfolg in dieser Saison nach Oklahoma City und Salvador/Brasilien.

Bei den Herren setzte sich ebenfalls die Nummer eins der Setzliste souverän durch. US-Open-Sieger Lleyton Hewitt aus Australien fertigte den Schweizer Außenseiter Michel Kratochvil mit 6:4, 6:2 ab. Für den 20 Jahre alten Hewitt war es der fünfte Turniersieg und bereits der 71. Match-Gewinn in diesem Jahr

Von Juri Maslow, dpa

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Zuletzt geändert am 7. Oktober 2001 15:34 von tea

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