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So 07.10.2001

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Vierter Sieg bei German Masters:

Langer im zweiten Frühling

Pulheim - Ausnahme-Golfer Bernhard Langer feiert im Herbst seiner einmaligen Karriere seinen zweiten Frühling. Der 44-jährige Schwabe gewann am Sonntag zum vierten Mal seit 1989 die German Masters und setzte sich mit seinem 64. Turniersieg weltweit ein eigenes Denkmal.

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Der Sieger: Bernhard Langer

Nach einem Nerven aufreibenden Finale vor 51.000 Zuschauern lag Langer nach vier Runden auf dem Par 72-Kurs im GC Lärchenhof vor den Toren Kölns mit 266 Schlägen (67+64+68+67) knapp vor dem Schweden Fredrik Jacobson (267-67+66+67+67) und US-Topstar John Daly (267-71+67+64+65).

Für den zweiten Saisonerfolg acht Wochen nach den Dutch Open kassierte der Anhausener rund 880.000 Mark aus der Gesamtdotierung von 2,7 Millionen Euro (5,4 Millionen Mark) und stieg in der Weltrangliste als Zweitältester wieder unter die Top 20 auf. Allein das zeugt von der phänomenalen Leistung, die der Vorzeige-Athlet seit seinem Einstieg als Profi 1972 über fast 30 Jahre gehalten hat. Am 17. Grün fiel die Vorentscheidung: Nachdem Langers zweiter Schlag fast ins Wasser ging, rettete sich der Routinier Chip und Putt zum Par.

Langer ließ sich nicht aus der Ruhe bringen

Mit einem Schlag Vorsprung vor dem Trio Jacobson, dem Engländer Greg Owen und dem Australier Stephen Leaney war Gastgeber Langer am Sonntag ins Finale gegangen. BMW Open-Sieger Daly, dessen Start allein 250.000 Dollar für den Privatjet und das Antrittsgeld gekostet hatte, lag auf der Lauer. Doch Langer setzte sich mit vier Birdies auf den ersten neun Löchern von dem 27-jährigen Jacobson ab. Daly konterte spät mit einem Eagle am 13. Loch, wuchtete seine bis zu 285 m langen Abschläge auf die aufgweichten Fairways. Aber der Angriff kam zu spät, weil Langer sich nicht aus der Ruhe bringen ließ und seinen 11. Sieg allein in Deutschland feiern konnte.

"Seit Januar spiele ich mit neuem Material, mehr habe ich nicht verändert", antwortet Langer auf die Fragen nach dem Grund seiner Erfolge. Denn gegen den typischen Trend, im zunehmenden Alter wie seine Kollegen Nick Faldo, Severiano Ballesteros, Ian Woosnam oder Greg Norman mit der Leistung nachzulassen, hat Langer in dieser Saison nach fast vierjähriger Pause wieder gewonnen. Er hat obendrein mit Rang drei bei der 130. British Open und Rang sechs bei den US- Masters alle Kritiker widerlegt.

Nächster Termin: 12. bis 15. September 2002

Dass der Mitveranstalter und Organisator Langer auch zum Vorzeigeprofi seiner eigenen Veranstaltung geworden ist, wirft ein Schlaglicht auf die übrigen deutschen Spieler. 13 waren gestartet, fünf kamen durch den Cut unter die 81 Finalisten. Sven Strüver (Hamburg) und Thomas Gögele (Semlin) waren ebenso wie der dritte Tourspieler, Erol Simsek (Bad Salzuflen), vorzeitig gescheitert. Bester war der Mönchengladbacher Wolfgang Huget (279-70+68+70+71) auf Rang 46. Alexander Cejka (München) mühte sich als 61. mit 281 (74+67+67+73). Marcel Siem (Köln) und Jochen Lupprian (Nürnberg) kamen mit je 283 Schlägen auf den 70. Rang.

Turnierdirektor Erwin Langer, der vor 15 Jahren zusammen mit Bruder Bernhard die Masters aus der Taufe gehoben hatten, bestätigte, dass der Termin im kommenden Jahr auf den 12. bis 15. September vorgezogen wird. Der Vertrag mit dem Titelsponsor Linde läuft noch bis 2005, der Turnier-Etat hat sich auf geschätzte 16 Millionen Mark erhöht. Die TV-Produktion kostete etwa 400.000 Euro, während die Vergabe der Weltrechte rund 200.000 Euro einbrachte. Das 3. Programmm des WDR und das DSF berichteten kostenlos.

Von Rainer Fülscher, dpa

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Zuletzt geändert am 7. Oktober 2001 17:37 von tea

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