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Sa 11.08.2001
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ARD darf montags zwei Topspiele aussuchen - Beide Seiten zufriedenEinigung im FußballpokerDie ARD und die KirchGruppe haben ihren Streit um die Bundesliga-Kurzberichterstattung in der "Tagesschau" beigelegt. Bei einem Spitzentreffen mit dem Deutschen Fußballbund (DFB) und der Deutschen Fußball Liga (DFL) einigten sich die Parteien in Stuttgart auf eine für die laufende Saison geltende Regelung.
Danach darf die ARD in der 20-Uhr-Ausgabe der "Tagesschau" über insgesamt 90 Sekunden Bilder von zwei am Montag vor dem Spieltag festgelegten Spielen zeigen. Damit konnte sich das Erste nicht mit seiner ursprünglichen Forderung durchsetzen, beide Spiele erst nach Abpfiff frei für die "Tagesschau" auswählen zu dürfen. Die ARD darf nach dem Kompromiss aber bis zu zwölf Mal in dieser Saison noch nach Abpfiff der Partien das Topspiel ändern. Weitere sechs Mal darf die ARD auch das zweite Spiel ändern. ARD-Chef Fritz Pleitgen "sehr zufrieden" ARD-Chef Fritz Pleitgen erklärte, er sei mit dem Ergebnis "sehr zufrieden". "Die Entscheidung ist gut für das Publikum und gut für den Fußball." Damit kann die "Tagesschau" am Samstag auch Bilder vom Topspiel Bayer Leverkusen - Bayern München zeigen. Die zweistündigen Gespräche leitete DFB-Präsident Gerhard Mayer-Vorfelder. Mit DFL-Chef Werner Hackmann nahm auch der zweite führende deutsche Fußball-Funktionär teil; die KirchGruppe schickte ihren stellvertretenden Vorsitzenden Dieter Hahn. ARD und Kirch war es vorher nicht gelungen, den vor Beginn der seit zwei Wochen laufenden Saison ausgebrochenen Konflikt ohne Schlichter beizulegen. Die ARD war mit dem Versuch gescheitert, mit einer einstweiligen Verfügung die freie Spielauswahl vor Gericht durchzusetzen. Nach der Einigung wird die ARD die am Freitag beim OLG München eingelegte Beschwerde gegen die Kirch-Gruppe zurücknehmen. Zwei Spielberichte in den ZDF "heute"-Nachrichten In den ZDF "heute"-Nachrichten laufen am Samstag um 19 Uhr ebenfalls schon zwei Spielberichte. Der Mainzer Sender einigte sich mit Kirch vor der vor zwei Wochen gestarteten neuen Bundesliga-Saison darauf, keine Bilder von den beiden Topspielen zu zeigen. Nächste Saison: Gespräche im März Mayer-Vorfelder begrüßte die außergerichtliche Einigung. Im März sollten dann Gespräche für die nächste Saison begonnen werden. Ausgelöst worden war der Streit durch die Verlegung der SAT. 1-Fußballsendung "ran" von 18.30 Uhr am Samstag auf jetzt 20.15 Uhr. Die KirchGruppe verspricht sich dadurch unter anderem eine höhere Resonanz für seinen kostenpflichtigen Sender Premiere World, wo alle Partien live übertragen werden. Mit der Verlegung rückte allerdings "ran" hinter die "Tagesschau", weshalb diese jetzt als erster Sender Bilder von den wichtigsten Spielen zeigen kann. Kirch wollte deshalb zumindest die freie Wahlmöglichkeit beschränken, um den Wert seiner Rechte zu wahren. AFP |
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Zuletzt geändert am 11. August 2001 13:00 von tea |
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