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Do 05.07.2001

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Buch: "Hier spricht Edgar Wallace"
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Neues Buch erzählt Film-Erfolgsstory

"Hier spricht Edgar Wallace"

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Der Autor und sein Buch: Joachim Kramp

Saarbrücken - Es war noch die Zeit von Marlene Dietrich, Miniröcken, Studentenunruhen und der ersten bemannten Raumfahrt, als in deutschen Kinos Edgar Wallace-Filme boomten. Wer erinnert sich nicht an die markerschütternden Schreie, die durch die Londoner Nebelnacht schallten, und die blechern klingende Stimme dazu: "Hallo - Hier spricht Edgar Wallace!".

Spannung pur war angesagt. Der saarländische Bankkaufmann, Filmtheater-Beschäftigte und Autor Jochim Kramp (45) erzählt in einem neuen Buch die Erfolgsstory der 40 deutschen Edgar-Wallace-Filme von 1959 bis 1972 und kommentiert kenntnisreich ihre Entstehung, Hauptfiguren und Gags.

Vom Zeitungsverkäufer zum Chefredakteur und erfolgreichen Krimiautor

Kramp war noch ein kleiner Schuljunge, als er 1968 auf einer großen Filmleinwand mit dem "Hund von Blackwood Castle" den ersten Zelluloid-Streifen aus der Reihe sah. Getreu dem damaligen Werbeslogan - "Es ist unmöglich, von Edgar Wallace nicht gefesselt zu sein" - las er sich durch alle Edgar Wallace-Bücher, sah alle Filme, sammelte Plakate und Fotos dazu. Sein gerade im Berliner Verlag Schwarzkopf & Schwarzkopf erschienenes neues Buch "Hallo - Hier spricht Edgar Wallace!" mit 308 Seiten, 532 Schwarz-Weiß- und 84 Farbfotos enthält auch etliche Informationen über das Geschehen hinter den Kulissen.

Der am 1. April 1875 in Greenwich geborene Schauspieler-Sohn Richard Horatio Edgar Wallace, der sich als Überlebenskünstler vom Zeitungsverkäufer zum Chefredakteur und erfolgreichen Krimiautor emporarbeitete, hat vor allem der Polizeiorganisation Scotland Yard mit seinen Werken ein Denkmal gesetzt. Seine Gedenktafel steht am Londoner Ludgate, und begraben ist der 1932 in Hollywood Gestorbene in Bourne End, einem kleinen verträumten Ort etwa 40 Meilen nordwestlich von London. Schauspieler wie Joachim Fuchsberger, Klaus Kinski, Siegfried Lowitz, Karin Dor und Gert Fröbe sind untrennbar mit den Wallace-Filmen verbunden.

Wiederauferstehung im Fernsehen

"Schon Konrad Adenauer war ein Edgar Wallace-Fan. Heute werden die Filme zwar kaum noch im Kino gezeigt, feiern aber dafür im Fernsehen ihre Wiederauferstehung", erzählt Kramp. Vor mehr als 40 Jahren fiel die Klappe zum ersten Wallace-Film "Der Frosch mit der Maske". Vor 30 Jahren dann kam der weniger bekannte letzte Film "Das Rätsel des silbernen Halbmonds". Dazwischen lagen Hits wie "Der Hexer", "Die Tür mit den 7 Schlössern" und "Der Rächer".

Erfolgreichster Wallace-Streifen war mit damals 3,8 Millionen Besuchern in Deutschland der 1962 angelaufene Film "Das Gasthaus an der Themse". Die Produktionskosten betrugen 1,1 Millionen Mark. Zum Vergleich: Der gegenwärtige Kassen-Hit in den bundesdeutschen Kinos, "Pearl Harbour", hat 135 Millionen Dollar gekostet und bislang hierzulande drei Millionen Besucher angezogen.

Udo Lorenz, dpa

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Zuletzt geändert am 5. Juli 2001 18:58 von mwege

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