Di 19.06.2001
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... Hobby-Landwirt will kein Vorbild sein
"Michael und ich haben einen relativ großen Überlebenstrieb. Von daher werden wir da auch vorsichtig sein", sagt Ralf Schumacher vor dem Großen Preis von Europa auf dem Eifelkurs.
Keine Kopie von Michael
Erfolg, Familienglück und womöglich bald ein noch besser dotierter Vertrag: Der "Kleine" folgt dem "Großen" in dieser Saison mit einer sagenhaften Rasanz in allen Bereichen nach. Aber Ralf Schumacher wird nie eine jüngere Kopie des dreimaligen Champions werden. Der 25- Jährige bleibt ein Original und lässt sich nicht in Rollen drängen. "Ich habe nicht vor, die Leitfigur für irgendetwas zu spielen. Ich fühle mich nicht als Vorbild für irgendjemanden", betonte der Kerpener.
"Zuletzt immer sehr rot-lastig"
Dass er beim Grand Prix am Nürburgring am Sonntag (14.00 Uhr/live in RTL und Premiere World) nur unweit seines Elternhauses und vor deutschem Publikum noch mehr im Mittelpunkt des Interesses stehen wird als sonst, nimmt der derzeitige Vierte der Fahrer-WM eher gelassen hin. "Es ist natürlich schön, vor deutschen Fans zu fahren. Wobei das ja bisher immer sehr rot-lastig war", weiß er um die bisherigen Präferenzen des Publikums für den Ferrari-Star. Andererseits sei die "Erwartungshaltung der Fans nach dem letzten Rennwochenende in Montreal natürlich sehr hoch". Die Atmosphäre vor Heimpublikum schätzt er zwar. Aber "letztendlich machen wir unseren Job und konzentrieren uns auch nur auf den Job".
Ralf Schumacher hat das Kunststück geschafft, trotz des vor ihm in die Formel 1 gestarteten Bruders, trotz dessen Erfolgen und trotz des berühmten Namens aus dem Schatten des Ferrari-Stars zu treten, sich ganz unabhängig weiterzuentwickeln und sich bei aller sportlichen Konkurrenz blendend mit Michael zu verstehen. "Ich hatte und habe nie das Ziel, besser zu sein als mein Bruder. Ich wollte und will mir meine Wünsche erfüllen", sagte er. Er habe sich nie an Michael orientiert, "dazu bin ich viel zu dickköpfig".
Von zahlreichen Team heiß begehrt
Die Spekulationen, nach den derzeitigen Verhandlungen über eine Vertragsverlängerung mit Williams-BMW könne er seinem Bruder bald auch in punkto Gage nahe kommen, konterte "Schumi II" ebenfalls lässig: "Erstmal ist das kein Haupt-Ziel von mir. Und zweitens: Kommt Zeit, kommt Rat." Die Gelegenheit zum Pokern ist da: Jede Menge Teams reißen sich um den jüngeren Kerpener, darunter sollen Jaguar, Einsteiger Toyota und angeblich McLaren-Mercedes sein.
Drei Kühe und ein Stier im heimischen Stall 
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