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Fr 04.05.2001
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Ex-Tour-Sieger will gegen Ausladung vorgehen - Cipollini doch dabei?Marco Pantani ruft zum Boykott aufParis/Kopenhagen - Der dänische Radrennstall CSC will Sprinter Mario Cipollini (34) vom Saeco-Team für die Tour de France freikaufen, Marco Pantani (31/Mercatone Uno) möchte seinen Start durch einen Boykottaufruf erzwingen. Die Nichtberücksichtigung der beiden Stars für die 88. Frankreich-Rundfahrt (7.-29. Juli) hatte in Italien große Entrüstung ausgelöst.
Auch der Präsident des Radsport-Weltverbandes UCI, Hein Verbruggen (Holland), kritisierte die Vergabe von acht der 21 Startplätze an französische Teams: "Bei dieser Auswahl spielt ein gewisser Nationalismus mit", erklärte er in einem Radiointerview. Hoffen auf Solidarität Pantani setzt auf die Solidarität von zwei anderen Gewinnern der Tour: "Ich werde mich mit Lance Armstrong und Jan Ullrich in Verbindung setzen", sagte der Sieger von 1998 gegenüber der französischen Fachzeitung L'Equipe. "Wenn diese Champions meinen Start fordern und sonst selbst nicht antreten würden, ist das letzte Wort noch nicht gesprochen." Untersuchungen wegen Dopingvergehen Tour-Direktor Jean-Marie Leblanc hatte die Absage mit der Ungewissheit über Pantanis Form begründet: "Im Vorjahr ist Marco ausgestiegen, welche Garantie haben wir diesmal?" Die entscheidende Rolle dürften aber die noch laufenden Untersuchungen gegen den "Piraten" wegen Dopingverstößen gespielt haben.
CSC-Team will Cipollini verpflichten Besser scheinen die Chancen im Fall Cipollini zu liegen. CSC, die neue Mannschaft des Toursiegers von 1996, Bjarne Riis, hat nach eigenen Angaben dem Tiscali-Konzern, zu dem Saeco gehört, eine Million Mark Ablöse geboten. "Außerdem würden wir unser Team in CSC-Tiscali umbenennen", sagte der sportliche Leiter Jes Hvid Mikkelsen. "Mario hat Interesse bekundet, und auch für Tiscali wäre die Tour-Teilnahme eine ideale Werbe-Plattform." CSC hatte am Mittwoch einen der 21 Startplätze für die Tour vor allem deshalb erhalten, weil dort der populäre Franzose Laurent Jalabert als Kapitän fährt. "Statuten sprechen nicht dagegen" Mario Cipollini steht mit zwölf Tour-Etappensiegen an der Spitze aller noch aktiven Profis. Sein deutscher Rivale Erik Zabel (Unna) gewann bisher acht Etappen. Telekom-Teamchef Walter Godefroot gibt dem Wechsel eine realistische Chance: "Wenn beide Teams und der Fahrer einverstanden sind, lassen das die Statuten nach meinem Wissen zu." sid - Fotos: AP |
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Zuletzt geändert am 4. Mai 2001 15:46 von sab |
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