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Mo 30.04.2001
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Spannung im Bundesliga-Abstiegskampf: Neue Hoffnung für UnterhachingKöstner: Noch kein Grund zur Euphorie
Unterhaching - Ein Last-Minute-Tor von "Maskenmann" Miroslav Spizak hat bei der SpVgg Unterhaching neue Hoffnung und neue Zuversicht im Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga geweckt. "Das war nach den ganzen Störfeuern der letzten Wochen sehr wichtig. Jetzt bin ich überzeugt, dass wir es schaffen und in der Liga bleiben. Wir sind auf jeden Fall bundesliga-tauglich", verkündete SpVgg-Präsident Engelbert Kupka nach dem wichtigen 3:2-Sieg im Derby gegen 1860 München. Auch die Hachinger Spieler versprühten nach dem ersten Erfolgserlebnis seit dem 3. März (2:1 gegen Bochum) und zuletzt sechs Spielen ohne Sieg wieder Optimismus. "Jetzt bin ich überzeugt, dass wir nicht absteigen", erklärte Torwart Gerhard Tremmel. "Das waren ganz wichtige Punkte. Wenn wir in den restlichen drei Spielen noch einmal gewinnen, glaube ich, dass das reicht", sagte Torschütze Spizak.
Entscheidung kurz vor Schluss Der 22 Jahre alte Pole, der nach zwei Nasenbeinbrüchen mit einer Gesichtsmaske spielte, war der gefeierte Mann des Abends. Vor 15.300 Zuschauern im ausverkauften Hachinger Sportpark hatte Spizak in der 89. Minute den entscheidenden Treffer erzielt. Zuvor hatten Alexander Strehmel (5.) und Altin Rraklli (34.) die SpVgg mit 2:0 in Führung gebracht, Thomas Häßler (40.) und Roman Tyce (66.) jedoch ausgeglichen. Mit 34 Zählern liegt die SpVgg drei Spieltage vor Saisonschluss nun einen Punkt vor den Nichtabstiegsplätzen. Eine Tatsache, die lediglich Unterhachings Trainer Lorenz-Günther Köstner im allgemeinen Freudentaumel nicht sonderlich überbewerten wollte. "Ich habe nach dem 0:1 in Cottbus nicht geheult und verfalle auch jetzt nicht in Euphorie", kommentierte Köstner den Derbysieg mit heiserer Stimme, aber gewohnt zurückhaltend. Manager Lejeune kontra Köstner Dabei hätte er allen Grund zur Freude gehabt. Zum einen ging seine erstmals in dieser Saison gewählte Offensiv-Taktik voll auf, zum anderen hatte sein Team die richtige Antwort auf die Kritik des Hauptsponsors gegeben. Erich Lejeune hatte unter der Woche Köstner heftig attackiert ("Der macht hier alles madig") und damit für viel Unruhe gesorgt. Für Köstner nach dem Erfolg jedoch kein Thema mehr. Zumal sogar er einräumen musste, "dass wir wieder zurück sind". Trotz des schweren Restprogramms: In Bremen, gegen Dortmund und am letzten Spieltag in Schalke. Kupka sieht darin sogar einen Vorteil: "Dass ist mir lieber, als gegen einen direkten Konkurrenten im Abstiegskampf." Lorant will sich Abwehrspieler zur Brust nehmen |
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Zuletzt geändert am 30. April 2001 14:43 von sab |
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