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Fr 27.04.2001
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Auftakt der Eishockey-WM: Deutschland Außenseiter gegen Schweiz"Keine Chance, aber die wollen wir nutzen"Köln - Mit einer WM-Rekordkulisse im Rücken und NHL-Star Marco Sturm im Angriff, aber möglicherweise ohne Routinier Jan Benda startet die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft das Unternehmen Klassenerhalt bei der Weltmeisterschaft im eigenen Land. Vor dem Auftaktmatch am Samstag (15.15 Uhr/SAT.1) in Köln gegen die Schweiz dämpft Bundestrainer Hans Zach daher die Euphorie: "Wir haben keine Chance, aber die wollen wir nutzen. Wenn wir den Abstieg vermeiden, wäre das ein Riesenerfolg."
Erst kurz vor dem 100. Vergleich mit dem Erzrivalen wird sich entscheiden, ob der Chefcoach des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) Finnland-Legionär Jan Benda einsetzen kann. "Die Chancen stehen 50 zu 50", sagte Zach am Freitag. Weltenbummler Benda, derzeit in Diensten von Jokerit Helsinki, laboriert an einer Stauchung des rechten Handgelenks. Zweiter Ausfall droht "Wenn er am Samstag nicht spielen kann, ist für ihn die WM gelaufen", meinte Zach, der erst am Samstag sein endgültiges WM-Aufgebot bekanntgeben will. "Geburtstagskind" Benda, der am Tag der Eröffnung 29 Jahre alt wird, wäre der zweite schwerwiegende Ausfall für den Bundestrainer. Am Mittwoch hatte bereits NHL-Torhüter Olaf Kölzig Zach wegen einer Knieverletzung einen Korb gegeben. Marco Sturm soll es richten So ruhen die Hoffnungen vor dem "Doppelpack" zum WM-Auftakt gegen die Schweiz und am Sonntag (20.00 Uhr/live in Premiere World) gegen Weltmeister und Olympiasieger Tschechien vor allem auf den Schultern Marco Sturms. Der 22-Jährige, mit den San Jose Sharks aus den Playoffs um den Stanley Cup ausgeschieden, soll auf dem Eis und außerhalb der Bande dem jungen DEB-Team einen Schub geben. "Ich bin froh, dass er da ist. Er gibt der Mannschaft Zusammenhalt", sagt Zach und lobt den Ex-Landshuter: "Er ist ein großer Könner und mit der gleichen Begeisterung dabei wie alle anderen."
Kein Bier und Brezen in Kalifornien Der Wahl-Kalifornier selbst, der in den USA vor allem "Brezen und bayerisches Bier" vermisste, macht dem B-Weltmeister Mut. "Wir haben eine sehr junge, willige Mannschaft mit viel Kampfgeist. Wenn alle in einem Boot sind, dann können wir die ein oder andere Überraschung schaffen", glaubt der NHL-Profi, der 1997 in Finnland zuletzt eine WM im deutschen Trikot absolvierte. "Nicht ins offene Messer laufen" Auf die Unterstützung der 18.500 Fans in der Kölnarena, die für einen WM-Rekord bei einem Spiel in der Halle sorgen, zählt Kapitan Jürgen Rumrich. "Die Atmosphäre wird gigantisch sein", sagt der Nürnberger und verspricht: "Wir wollen mit einer guten Leistung dazu beitragen, dass die Leute Spaß haben. Allerdings dürfen wir bei aller Euphorie der Fans nicht ins offene Messer laufen." Unter Krueger ging´s mit Schweizern aufwärts Beim Auftaktgegner Schweiz, in den vergangenen drei Jahren jeweils im Viertelfinale, steht der Star an der Bande. Der Deutsch-Kanadier Ralph Krueger, der in den 80er-Jahren selbst 29-mal das DEB-Trikot trug, hat die "Eisgenossen" in die Weltspitze geführt. Vor allem mit seinen Motivationskünsten. "Denn mental sind die Schweizer eigentlich eine Katastrophe", sagt Zach, "das hat sich unter Krueger geändert." Tschechen sind der große Favorit |
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Zuletzt geändert am 27. April 2001 14:04 von sab |
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