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DFB tagt, "MV" wird neuer Präsident
Gerhard Mayer-Vorfelder: Trotz Gegenwind endlich am Ziel
Nach neun Jahren an der Spitze: Egidius Braun tritt als DFB-Boss ab

DFB-Bundestag in Magdeburg: Bundesliga nabelt sich vom Verband ab

Mayer-Vorfelder - ein König ohne Macht?

Magdeburg - Noch vor der Inthronisierung von Gerhard Mayer-Vorfelder zum Präsidenten des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) gehen die Meinungen über die Machtfülle des künftigen DFB-Bosses auseinander. "Die Rolle des Präsidenten, was die Liga betrifft, ist äußerst beschränkt", konstatierte Bayern Münchens "Vize" Karl-Heinz Rummenigge im vor der Wahl des 68-jährigen Schwaben am Samstag (ab 9.00 Uhr) auf dem 37. ordentlichen DFB-Bundestag in Magdeburg.

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Plausch am Rande: Franz Beckenbauer und Gerhard Mayer-Vorfelder sind künftig die mächtigen Männer im DFB.

Fakt ist: Die Liga vollzieht durch die endgültige Absegnung des eigenständigen Liga-Verbandes die Abnabelung vom DFB - wenn auch unter dem Dach des größten Sport-Fachverbandes der Welt (6,3 Millionen Mitglieder). Liga-Boss ist der Vorstandsvorsitzende des Hamburger SV, Werner Hackmann, mit dem geschäftsführenden Liga-Vorsitzenden Wilfried Straub an seiner Seite. Dem Liga-Verband wurden ein Drittel der 256 Delegiertenstimmen zugestanden. Damit verfügt die Liga bei Satzungsänderungen beispielsweise über die nötige Sperrminorität, da in diesem Fall eine Zweidrittel-Mehrheit nötig wäre. Der designierte DFB-Präsideten wurde daher schon als als "König ohne Macht" bezeichnet.

Verbaler Seitenhieb von Rummenigge

Immerhin denkt der deutsche Vorzeigeklub FC Bayern, dass "MV" einen passablen Verbandschef abgeben wird, auch wenn man sich dabei einen verbalen Seitenhieb auf den Multi-Funktionär aus dem "Ländle" nicht verkneifen kann. Rummenigge: "Ich glaube sogar, dass Mayer-Vorfelder einen guten Job machen wird, weil er nicht 14 Ämter hat, sondern nur eines. Der Vorteil von Mayer-Vorfelder ist, dass er der erste Präsident ist, der aus dem bezahlten Fußball kommt." "MV" sieht die Innovationen gelassener: "Die jetzt anstehenden Veränderungen mit der erweiterten Eigenständigkeit des Profi-Fußballs durch den Liga-Verband sehe ich als Stärkung des Fußballs an und als eine große Chance, diesen Sport mit all seinen Facetten zu entwickeln. Durch den Grundlagenvertrag zwischen DFB und Liga-Verband wird die Leistungsfähigkeit des Gesamt-Fußballs gesichert."

Mayer-Vorfelder verweist auf eigene Erfolge

Außerdem verweist der ehemalige Klub-Chef des VfB Stuttgart zu Recht darauf, dass er höchstpersönlich die Verselbständigung der Liga als längjähriger Ligaausschuss-Vorsitzender auf dem Weg gebracht hat. Ob der DFB unter Mayer-Vorfelder laut Rummenigge-Diktion der "Großtanker", der FC Bayern das "Schnellboot" sein wird, muss die Zukunft erweisen.

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Zuletzt geändert am 27. April 2001 14:39 von sab

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