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Auftakt der Tischtennis-WM in Japan: Deutsches Team im Achtelfinale

Roßkopf war wieder einmal der Matchwinner

Osaka - Der "alte Haudegen" Jörg Roßkopf hat die deutschen Tischtennis-Herren im Land der Samurai ins WM-Achtelfinale geführt. Durch eine Bravourleistung ihrer zweimal erfolgreichen Galionsfigur kamen die EM-Zweiten zum 3:1 gegen Österreich und spielen am Mittwoch (11.00 Uhr MESZ) im japanischen Osaka gegen Polen oder Ungarn um den Einzug in die Runde der besten Acht. Dort allerdings wartet voraussichtlich der Topfavorit China auf das deutsche Herren-Team.

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Auf ihn war Verlass: Jörg Roßkopf glänzte vor allem in der Partie gegen Österreichs Spitzenspieler Werner Schlager

Deutschlands Damen dagegen verpassten durch ein 0:3 gegen den früheren WM-Zweiten Nordkorea zunächst den Sprung ins Achtelfinale und verdarben Nicole Struse in ihrem 171. Länderspiel den Aufstieg zur alleinigen Rekord-Nationalspielerin. Nach der höchsten WM-Vorrundenpleite seit 1993 (0:3 in Göteborg gegen China) müssen die WM-Dritten von 1997 im Playoff um den Achtelfinal-Einzug in der Nacht zum Mittwoch (03.00 Uhr MESZ) gegen den starken Aufsteiger USA fürchten. Ihnen droht die schwächste WM-Platzierung seit dem 13. Platz von 1991 ebenfalls in Japan.

Roßkopf: "Medaille fast ausgeschlossen"

"Jetzt fängt das Turnier wieder bei Null an. Durch die Auslosung scheint eine Medaille für uns allerdings ausgeschlossen", meinte Roßkopf zum Lospech seines Teams. Nach dem Erfolg gegen Österreich war der weiter unbesiegte Roßkopf noch optimistisch gewesen: "Wir haben enorm Selbstvertrauen gesammelt."

Boll ohne Chance gegen Schlager

Der 31-Jährige avancierte mit Siegen gegen Bundesliga-Profi Chen Weixing (Hoengen) und den WM-Dritten Werner Schlager erneut zum Matchwinner. Während der künftige Japan-Profi Peter Franz (Ochsenhausen) einmal punktete, musste der deutsche Meister und designierte Roßkopf-Nachfolger Timo Boll (Gönnern) erkennen, dass international die Bäume nicht in den Himmel wachsen. Der 20-Jährige hatte gegen Schlager mit 0:2 den vorübergehenden 1:1-Ausgleich zu quittieren.

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Seit der WM Rekordnationalspielerin: Nicole Struse vom FSV Kroppach.

Trainer Korpa skeptisch

"Die Mannschaft hat verdient und überaus eindrucksvoll die schwere Gruppe gewonnen", bilanzierte Herren-Coach Istvan Korpa. Der Ungar war aber für den weiteren Turnierverlauf eher skeptisch: "Polen wäre zuerst schwierig und China danach fast unmöglich. Das ist das Schlimmste, was passieren konnte. Ab jetzt ist aber sowieso jedes Spiel ein Endspiel."

Ebenfalls Final-Charakter hat für das Damen-Team das Duell mit den USA. "Das ist von allen sicher der schwerste Gegner", meinte Bundestrainer Richard Prause zur Auslosung, die ein Jahr nach dem Viertelfinal-Aus bei der WM in Kuala Lumpur noch einen weiteren Dämpfer brachte: Im Falle eines Sieges gegen die USA wartet auch auf die EM-Zweiten schon wenige Stunden später (08.00 Uhr MESZ) im Achtelfinale der hochfavorisierte Titelverteidiger China. Prause: "China ist übermächtig, wir wären nur krasser Außenseiter."

"Wir haben genügend Substanz"

Nach dem Nordkorea-Match richtete der Coach sein Team erst einmal wieder auf. "Das Ergebnis fiel deutlich zu hoch aus. Schließlich hatten wir in allen Spielen den ersten Satz gewonnen. Wir haben aber genügend Substanz, das Match zu verarbeiten", meinte der Ex-Profi. Gleichwohl machte sich Prause nach den Niederlagen von Rekordnationalspielerin Struse, die im Eröffnungsmatch einen Matchball vergab, sowie der EM-Dritten Jie Schöpp (beide Kroppach) und der DM-Zweiten Elke Schall (Coesfeld) auch kritische Gedanken: "Wir müssen überlegen, warum wir die Chancen nicht genutzt haben."

Von Florian Remark, sid - Fotos: dpa

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Zuletzt geändert am 24. April 2001 15:30 von sab

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