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Zweites Playoff-Finale in der Basketball-BundesligaAlba vorsichtig - Bayer ungebrochen
Leverkusen - Verkehrte Welt nach dem zweiten Playoff-Finale in der Basketball-Bundesliga zwischen ALBA Berlin und Bayer 04 Leverkusen. Während die Berliner trotz des triumphalen 70:48 bei Bayer 04 Leverkusen am Montag noch nicht von der dritten Titelverteidigung in Folge sprachen, zeigten sich die "Riesen vom Rhein" auch nach der zweiten Final-Schlappe noch angriffslustig. "Wahrscheinlich bin ich der einzige in Berlin, der sich auf eine Niederlage vorbereiten kann", wiegelte ALBA-Coach Svetislav Pesic verfrühte Gratulanten ab. Dagegen rechnet Bayer-Manager Otto Reintjes in der Finalserie nach dem Modus "Best of Five" mit einem zweiten Wunder, nachdem sein Team bereits im Halbfinale die Frankfurt Skyliners nach einem 0:2-Spielstand aus dem Rennen geworfen hatten. "In Berlin einen Sieg stehlen""Wir gewinnen 3:2. Dafür müssen wir jetzt in Berlin einen Sieg stehlen", meinte der scheidende Manager. Auch nachdem Reintjes zugerufen wurde, dass dann seine Mannschaft ja zwei Mal in Berlin gewinnen müsse, blieb der künftige Generalmanager der Bundesliga bei seinem Tipp. Sehr viel vorsichtiger zeigte sich Bayer-Trainer Calvin Oldham: "Das Beste für die Mannschaft sind jetzt die Pausentage. In der ersten Halbzeit habe ich viele positive Sachen gesehen", so der konsternierte Coach nach dem zweiten Abschnitt, in dem die Leverkusener nur noch elf Punkte erzielten, "da haben wir müde ausgeschaut und viele Korbleger vergeben". So konnten die Berliner Profis einen 35:37-Rückstand in die vorentscheidende 61:39-Führung ummünzen. Albas Verteidigung steht - und die Amis klotzen
Grund für diese 20-minütige Schwäche war das verwandelte Auftreten der Berliner in der zweiten Halbzeit. "In der Pause wurde die verbesserungswürdige Verteidigung angesprochen. Danach richteten sich die Spieler", betonte ALBA-Manager Carsten Kerner. Allerdings wollte Kerner nach dem Gala-Auftritt des amerikanischen Duos Wendell Alexis (19 Punkte) und Terry Dehere (18) noch nichts von einer Vorentscheidung wissen: "Wir haben uns eine gute Ausgangsposition erarbeitet." Auch Pesic dämpfte die Emotionen: "Ich habe noch nie zwei gleiche Spiele hintereinander erlebt." Allerdings verglich der 50-Jährige anschließend die Halbfinalserie gegen Telekom Baskets Bonn mit der Finalrunde. Gegen Bonn hatten die Berliner im ersten Spiel - ebenso wie gegen Bayer - große Schwierigkeiten. Ein hoher Auswärtssieg (65:45) ebnete dann den Einzug in das Finale. Gefeiert wird erst nach dem dritten SpielTrotz der positiven Vorzeichen für den dreimaligen Meister lässt Kerner die Pläne für eine Meisterfeier nach dem dritten Spiel am kommenden Donnerstag noch in der Schublade: "Wir bereiten uns nicht auf eine Feier vor. Das haben schon andere probiert und sind dann auf die Schnauze geflogen." Thomas Flehmer, dpa
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| Geändert am 23. Mai 2000 11:25 von to | ||||||