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Galatasaray Istanbul - Borussia Dortmund 0:0Europacup-Aus für biedere BorussiaUnter Krauss weiter ohne Sieg - Schwachpunkt MittelfeldIstanbul - Nach einer biederen Vorstellung hat sich Borussia Dortmund von der europäischen Fußball-Bühne verabschiedet. Trotz eines akzeptablen 0:0 im Achtelfinal-Rückspiel des Uefa-Cups beim türkischen Spitzenreiter Galatasaray Istanbul blieben die Westfalen erneut den Beweis ihrer alten internationalen Klasse schuldig. Ausschlaggebend für das Scheitern war jedoch das 0: 2-Desaster eine Woche zuvor im Westfalenstadion, das den Türken zum zweiten Mal in ihrer Vereinsgeschichte den Weg ins Viertelfinale eines Europacup-Wettbewerbs ebnete.
Als Trostpflaster des erfolglosen Ausflugs zum Bosporus blieb dem ehemaligen Weltpokalsieger eine Einnahme von rund 30 Millionen Mark aus den zwölf Spielen der Champions League (inklusive Qualifikation) sowie den vier Begegnungen im Uefa-Pokal. Aber es blieb auch die Erkenntnis, dass Trainer Bernd Krauss nach seinem siebten Spiel ohne Sieg seit seinem Amtsantritt am 6. Februar viel Arbeit bevorsteht. Zwar erspielten sich die Borussen vor 35.000 Zuschauern im ausverkauften Stadion Ali-Sami-Yen eine optische Überlegenheit, doch erneut fehlte es dem BVB-Spiel an Effektivität. Trotz oftmaligen Ballbesitzes präsentierte sich der BVB allzu hektisch, um die Türken in Verlegenheit zu bringen. Erneut vermisst wurden die Impulse aus dem Mittelfeld, in dem sich der Österreicher Wolfgang Feiersinger vergebens um Ordnung und Linie bemühte. Folglich blieben Chancen der Dortmunder Mangelware, aber auch die Gastgeber vermochten in keiner Phase an ihre Gala eine Woche zuvor anzuknüpfen. Dennoch kam der türkische Meister zu zwei vielversprechenden Möglichkeiten. Zunächst prüfte Ümit (13.) Nationaltorhüter Jens Lehmann mit einem Kopfball aus kurzer Distanz, bevor der Dortmunder Keeper einen Gewaltschuss von Arif (19.) mit Mühe über die Latte lenkte. Bei Borussia blieb es bei allerdings harmlosen Distanzschüssen. "Totale Offensive" brachte nicht den gewünschten Erfolg
"Wir müssen nach dem Wechsel mehr Druck machen und ein höheres Risiko gehen", forderte Coach Krauss, der bis auf Amateur Francis Bugri jene Anfangsformation aufgeboten hatte, die am vergangenen Sonntag beim Bundesliga-Gastspiel in Frankfurt (1:1) leichte Fortschritte erkennen ließ. Doch auch die "totale Offensive" nach der Pause, als der BVB-Coach den begnadigten Brasilianer Dede sowie den Ghanaer Tanko einwechselte, brachte nicht den gewünschten Erfolg. Vom erhofften "Wunder vom Bosporus" blieb Dortmund während der gesamten 90 Minuten weit entfernt, obwohl auch die Gastgeber nur "Hausmannskost" ablieferten. Im insgesamt 122. Europacupspiel der Dortmunder, die erneut auf die verletzten Andreas Möller, Stefan Reuter, Christian Nerlinger, Victor Ikpeba und Otto Addo verzichten mussten, vermochten allenfalls Abwehrspieler Alfred Nijhuis sowie der 35 Jahre alte Feiersinger zu gefallen. Die nach dem Abpfiff von ihren Fans überschwänglich gefeierten Türken hatten in Arif ihren einzigen herausragenden Akteur. Der rumänische Spielmacher Gheorghe Hagi, im Hinspiel einer der Hauptdarsteller, blieb äußerst blass und konnte keine Akzente setzen. Von Günter Bork, sid - Fotos: dpa
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| Geändert am 9. Maerz 2000 20:32 von aj | ||||||