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Skisprung: Martin Schmitt vorzeitig Weltcup-SiegerBier wurde zum FlugbenzinLahti - Angetrieben von Rakenten-Wachs und Flugbenzin hat sich Martin Schmitt mit seinem elften "Weltrekord"-Sieg erneut zum König des Skisprung-Winters gekrönt. Mit dem Triumph beim Großschanzenspringen im Rahmen der Vor-WM in Lahti verteidigte der Doppel-Weltmeister als fünfter Skispringer der Geschichte vorzeitig den Titel im Gesamtweltcup.
"Ich fühle mich absolut gewaltig. Ich hatte diesen Rekord von elf Saisonsiegen und den Gesamtweltcup immer im Hinterkopf, und jetzt ist beides wahr. Der Druck war gewaltig - mir fällt ein Stein vom Herzen. Wenn man nach all den Springen zum zweiten Mal ganz oben steht, ist es das Allergrößte", erklärte Schmitt, tanzte mit erhobenen Ski durch den Flockenwirbel von Lahti und umarmte seinen Zimmekollegen Sven Hannawald. Schon elf SaisonsiegeMit 344 Punkten Vorsprung vor dem siebtplatzierten Österreicher Andreas Widhölzl ist Schmitt bei drei noch ausstehenden Springen (pro Sieg 100 Punkte) nicht mehr einzuholen. Zudem verbesserte er den bisher von ihm selbst, Matti Nykänen und Andreas Goldberger gehaltenen "Weltrekord" von zehn auf elf Saisonsiege und drängte das Kleinschanzen-Silber von Hannawald, Bronze für das Team und die enttäuschenden Leistungen der deutschen Langläufer und Kombinierer bei der WM-Generalprobe für 2001 eindeutig in den Hintergrund.
Neues Wachs am SkiZwei Gesamtweltcup-Siege in Folge schafften vor Schmitt nur Armin Kogler, Matti Nykänen, Andreas Goldberger und Primoz Peterka. Die von Bundestrainer Reinhard Heß verordneten "drei, vier Bier als Flugbenzin" am Abend und ein nach Geschwindigkeitsproblemen herausgetestetes "Raketen-Wachs" beflügelten den zuvor mit Platz 13 auf der Kleinschanze enttäuschenden Schmitt. Schon eine Million kassiertNach Flügen auf 121,5 und 124,5 Metern sowie der Note von 258, 2 Punkten stand der 21. Weltcup-Sieg in seiner einmaligen Karriere fest. Für den Einzel- und den Gesamtsieg gab es je 50.000 Mark Prämien, insgesamt hat Schmitt in dieser Saison schon fast eine Million Mark kassiert. Zweiter wurde der nur um 0,7 Punkte geschlagene Finne Janne Ahonen (257,5 Punkte/120,5+124 Meter), Dritter Andreas Goldberger (253,1/119+125). Skiflug-Weltmeister Sven Hannawald (Hinterzarten) blieb Platz vier (249,3/119+124). Hannawald Zweiter auf der kleinen SchanzeAm Vortag hatte "Hanni" von der Normalschanze mit Rang zwei vor dem Norweger Lasse Ottesen das mit Abstand beste Resultat vom kleinen Bakken abgeliefert und war dabei nur vom überragenden Ahonen geschlagen worden. Hannawald: "Ich habe Martin auch ein bisschen zum Sieg verholfen und freue mich riesig für ihn. Wenn die Bedingungen im Weltcup nicht so gut waren, bin ich für ihn in die Bresche gesprungen und habe Widhölzl Punkte weggenommen." Von Lars Becker, sid - Fotos: AP, dpa
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| Geändert am 5. Maerz 2000 15:59 von sab | ||||||||||